Sport bleibt wichtig

Ein breites Spektrum an Themen diskutierten die Teilnehmer einer Versammlung des Stadtverbands für Sport (von links): die Vorsitzenden Richard Lengfelder und Norbert Fischer sowie Oberbürgermeister Michael Cerny und Sportreferent Wolfgang Dersch. Bild: gf

Thema beim Stadtverband für Sport: Vereine haben Probleme mit den Kosten für Feuerwehr oder THW, wenn diese beispielsweise den Verkehr regeln.

Amberg. (gfr) Zügig wolle man vorankommen, meinte Norbert Fischer, der Vorsitzende der Stadtverbands für Sport, bei der Versammlung im FSG-Schützenheim, denn in knapp zwei Stunden gebe es Fußball zu sehen. Das wollten viele nicht verpassen. Kurz, aber mit viel Stolz, stellte der FSG-Präsident Hanns Peter Oechsner seine Feuerschützen vor, denn die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft 1434 sei der älteste Verein in der Stadt, die größte Schützengesellschaft im Oberpfälzer Schützenbund und man betreibe in Bayern nach der Olympia-Anlage die zweitgrößte für Schießsport.

Schüler ohne Zeit

Oberbürgermeister Michael Cerny betonte, dass die Sportvereine eine unbezahlbare Leistung für die Allgemeinheit erbrächten, vor allem in der Jugendarbeit. Nicht zu verkennen seien die Herausforderungen an die Vereine, bedingt durch die demografische Entwicklung. Viele Vereine schafften es kaum, eine komplette Mannschaft aufzustellen, aber dieses Problem könnte durch Spielgemeinschaften gelöst werden.

Sport sei wichtig für Kinder, wenn auch deren Eltern die Ansicht vertreten, dass ihr Nachwuchs für Sport keine Zeit mehr habe. Die Stadt werde den Sportvereinen auch künftig die Unterstützung nicht versagen. Cerny ging auch auf Investitions- und Betriebskostenzuschüsse ein. Städtische und BLSV-Förderung könnten bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten abdecken.

Bedenken des Vorsitzenden der Ski-Vereinigung, Richard Lobenhofer, konnte Oberbürgermeister Michael Cerny vorläufig ausräumen. Eine befürchtete Nutzung der Sporthalle der Willmannschule stehe derzeit nur als Notfallplan im Raum. Sollte aber Amberg mit der Unterbringung von Flüchtlingen konfrontiert werden, sei diese Halle die geeignetste unter allen Amberger Turnhallen. Aber dann werde man die Sportvereine umgehend über Einschränkungen beim Trainingsbetrieb informieren.

Keine Karteileichen

Probleme bereiteten den Sportvereinen auch die Kosten, wenn Feuerwehr oder THW für Ereignisse benötigt werden, etwa zur Verkehrsregelung. Bernd Stief (CIS Amberg), Richard Lobenhofer (Ski Vereinigung) und Paul Frank (SG Siemens) sehen ihre Großveranstaltungen gefährdet, wenn diese Ausgaben steigen. Michael Cerny bat um Verständnis, dass Feuerwehr und THW nicht ohne Vergütung arbeiten können. Der TV-Vorsitzende Thomas Bärthlein meinte, man solle im Stadtverband über Vereine nachdenken, die grundsätzlich durch Abwesenheit glänzen. Das Problem kenne er seit Jahren, berichtete Norbert Fischer. Er werde die Protokolle durchsehen lassen und die über mehrere Jahre abwesenden Vereine anschreiben, denn "Karteileichen brauchen wir nicht". Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Stadtverbands für Sport, den Oberpfälzer Waldverein aufzunehmen.
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