Sport macht allen Kindern Spaß

Eine tolle Choreographie an den Langbänken zeigten die Schüler des Max-Reger-Gymnasiums.

Über neun Stunden täglich sitzen Kinder rum: beim Frühstück, im Bus, in der Schule, beim Mittagessen, bei den Hausaufgaben, vor dem Fernseher oder Computer. Mit mahnenden Worten eröffnete Moderator Günther Simmerl den Abend des Schulsports in der ausverkauften Trimax-Halle.

68 Prozent aller Kinder hätten weniger als eine Stunde Bewegung täglich, und die Folgen seien Übergewicht, Haltungsschäden, Stoffwechselstörungen, Konzentrationsmängel und erhöhter Blutdruck.

Obwohl es genügend Argumente für mehr Schulsport gebe, so Simmerl, sinke stetig die Anzahl der Sportstunden an Schulen. Aber Sportunterricht begeistere die Kinder. Das zeigte der Abend des Schulsports, den das Organisationsteam mit Wolfgang Meier, Birgit Binder, Helga Powalla und Markus Spörer zusammengestellt hatten. "Die Amberger Schulen beteiligen sich mit zum Teil Varietee-reifen Beiträgen", sagte Simmerl. Bürgermeister Martin Preuß gestand ein, dass auch ihm mehr Sport nicht schaden würde. An diesem Abend jedoch freue er sich auf das Zuschauen und Genießen. 500 Kinder aus 13 beteiligten Schulen hatten einige sportliche Aktivitäten zu bieten. Unzählige Smilies (Max-Josef-Grundschule) tauchten aus dem Dunklen auf, dann gab es eine perfekte Show, sei es mit Einrad oder Waveboard (Dreifaltigkeits-Grundschule). Ganz in Blau gehalten war der Inklusionstanz, in Rot das tanzende Schwungtuch (Albert-Schweitzer- und Rupert-Egenberger-Schule). Ein Dieb hatte den goldenen Kelch geklaut, und die Diener des mächtigen Sultan verfolgten in einer flotten Sprungnummer den Langfinger (GMG).

Die Barbara-Grundschule tanzte "Anne Kaffekanne", bevor die Schüler der Willmann-Schule einen Breakdance aufs Parkett legten. Die Langbank-Choreographie der jungen MRG-Damen hätte trotz schwieriger Figuren nicht graziler und synchroner sein können. Den Hallen-Biathlon präsentierte die Wirtschaftsschule. Dann stellte Günther Simmerl zwei Promi-Teams zusammen, einmal Florian Fuchs, Thomas Bärthlein und Josef Lorenz, das zweite Team mit Brigitte Conchedda, Martin Preuß und Markus Spörer. Unentschieden endete der Wettkampf, denn Josef Lorenz hatte in der letzten Runde wohl einen Schwächeanfall und seine Amtsnachfolgerin konnte aufschließen. Auf die Matte knallten die Ringer der Dreifaltigkeits-Mittelschule ihre Gegner, bevor die Gruppe Mashup (DJD-Schulen) die Trimax-Halle in eine Disco verwandelte. Wie sich der Sportunterricht im Lauf der Zeit wandelte, zeigte das Erasmus-Gymnasium und schließlich forderte die Luitpold-Mittelschule beim "Cupid-Shuffle" zum Mitmachen auf. Red Bricks, die Band der Wirtschaftsschule, erinnerte mit "That's alright Mam" an Elvis Presley. Nur schade, dass die Trimax-Akustik da nicht perfekt mitspielte.
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