Sportanlagen: Stadtrat entscheidet über Zuschüsse - Antrag des Alpenvereins
Die Ringer sind ein Sonderfall

Da auch unser Kämmerer dem Bergsport nicht abgeneigt ist, findet er vielleicht eine Lösung, das im laufenden Haushalt unterzubringen. CSU-Sprecher Dieter Mußemann.
Bei den Zuschüssen für den SV Raigering, den FC Amberg, der DJK und dem TC Am Schanzl waren sich die Stadträte hinsichtlich der Zuschüsse nach den städtischen Sportförderrichtlinien einig. Über den Antrag der Sektion Amberg des Deutschen Alpenvereins (DAV) hingegen wurde diskutiert. Hintergrund war, dass lediglich knapp 40 Prozent der Mitglieder aus Amberg kommen, der Rest aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf. Deshalb könnten die Maßnahmen an der Amberger Hütte nicht gefördert werden. Doch es gab durchaus Argumente, den DAV zu unterstützen.

Eines führte CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann an: "Die Sektion erledigt eine hervorragende Arbeit in der Bewirtschaftung und Erhaltung einer Hütte in der Bergwelt." Zudem seien immerhin 40 Prozent der Mitglieder aus Amberg, weshalb Mußemann darum bat, andere Möglichkeiten der Förderung zu suchen. "Da auch unser Kämmerer dem Bergsport nicht abgeneigt ist, findet er vielleicht eine Lösung, das im laufenden Haushalt unterzubringen", sagte Mußemann über die vom DAV beantragten 10 000 Euro.

Stadtrat Dr. Klaus Ebenburger (Freie Wähler) brachte den Ringerclub ins Spiel, der eine wichtige soziale Aufgabe erfülle. OB Michael Cerny führte an, dass die Ringer nur eine Lösung akzeptieren würden und bat den Verein in diesem Zusammenhang, doch auch über andere Dinge als einen Neubau mit sich reden zu lassen. Auf das Angebot, das Jugendzentrum zu nutzen, sei er nicht eingegangen. "Für die Ringer am Bergsteig wird ein Sonderweg abgelehnt, dann können wir für den Alpenverein keine Sonderregelung einführen", schaltete sich Hans-Jürgen Bumes (Bündnis 90/Die Grünen) in die Diskussion ein. Cerny sah es differenzierter: Der DAV habe einen Antrag eingereicht und setze Eigenmittel zur Finanzierung ein.

Die Stadträte gaben einstimmig die Mittel für die Sportförderung in Höhe von 39 108 Euro (ohne DAV) frei und entschieden bei sechs Gegenstimmen, dass dem Haupt- und Finanzausschuss ein Vorschlag für die 10 0000-Euro-Förderung noch in diesem Haushaltsjahr für den Alpenverein unterbreitet werden soll.
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