Spritzig um Äquator gepaddelt

Sie recken die Siegesfaust und winken freundlich - Amberg hat auch bei seinem 13. Schwimmen über 24 Stunden ein tolles Ergebnis hingelegt. Bild: Steinbacher

30 Grad Hitze selbst am späten Abend. Da hilft nur eins - Abkühlung im Freibad. Im "Hocko" hatten die nächtlichen Besucher am Freitag einen Riesenvorteil: Sie mussten nicht mal über den Zaun steigen, denn das 24-Stunden-Schwimmen sorgte für Dauerbetrieb. Und für neue Rekorde.

Dass die beliebte Breitensportveranstaltung ein voller Erfolg wurde, lag tatsächlich am perfekten Sommerwetter, das nur am Samstag bei Sonnenaufgang von einem kurzen Hitzeschauer unterbrochen war. Bis dahin aber war alles perfekt gelaufen, wie die beiden Cheforganisatoren vom DLRG-Ortsverband Amberg, Horst Kreuz und Hubert Wagemann, berichteten. Bis 2 Uhr morgens waren nach ihrer Auskunft alle Bahnen im Schwimmerbecken voll ausgelastet, selbst danach ebbte die Teilnahme die Nacht hindurch nicht völlig ab.

Von der Begeisterung und der kontinuierlichen Beteiligung her war dieses 24-Stunden-Schwimmen "das zweitbeste nach unserer Premiere 1986", freuten sich Kreuz und Wagemann, dass sich ihre Mühe und die von rund 40 weiteren DLRG-Aktiven derart ausgezahlt hat.

Auch mit Rekorden wurden sie und der Stadtverband für Sport belohnt. 2878 Teilnehmer legten insgesamt eine Strecke von 3613,2 Kilometern zurück. Damit wurden mit Blick auf alle bisherigen 24-Stunden-Schwimmen in Amberg - immerhin 13 an der Zahl, zuletzt im regelmäßigen Rhythmus von zwei Jahren - drei super Ergebnisse erreicht: Neben dem 30 000. Teilnehmer (siehe unten) war am Freitag gegen 21 Uhr symbolisch die Erdumrundung geschafft. Heißt: Die Äquatorlänge von 40 075 Kilometern war mit den Resultaten aller zwölf vorherigen Veranstaltungen erreicht.

Und auch die angepeilte Gesamtspendensumme von 50 000 Euro wurde mit 52 500 Euro deutlich überschritten. Dank neun Sponsoren, die wie jedes Jahr die zurückgelegte Schwimmleistung mit Geld für einen guten Zweck honorieren.

4500 Euro gehen heuer für den Ausbau eines Waisenheims nach Kenia, genauer gesagt an den Amberg-Weidener Verein Giriama, der seit 2005 mit humanitären Projekten im Distrikt Malindi im Osten des Landes hilft. Horst Kreuz ist 2. Vorsitzender und freute sich auch deshalb über das gute Ergebnis.
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