Stadt gehen Gewerbeflächen aus

Neben dem Siemens-Lieferzentrum in der Fuggerstraße lässt die Gewerbebau derzeit eine Fläche von 35 000 Quadratmetern erschließen. Für die Ansiedlung von Firmen entstehen elf Parzellen. Bild: Hartl

Nichts geht mehr: Im Industriegebiet Süd ist jeder Quadratmeter belegt, im Gewerbegebiet Gailoh ebenfalls. Deshalb unterstrich Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik im Stadtrat, dass bei der Ausweisung von Flächen für die Ansiedlung von Firmen eine interkommunale Zusammenarbeit nötig ist.

Das hat Brandelik zum wiederholten Male in seinem Geschäftsbericht hervorgehoben, den er in der Sitzung am Montag vortrug. Der städtische Wirtschaftsförderer verwies in diesem Zusammenhang auf einen neuerlichen Vorstoß vom März. In diesem Fall sei es um eine Fläche von mindestens 100 000 Quadratmetern gegangen. "Dies war die fünfte Anfrage binnen weniger Monate", ließ Brandelik wissen.

Im Industriegebiet Nord gebe es nur noch ein verfügbares Areal mit rund 5000 Quadratmetern, das sich im Besitz der Stadt befinde. Das Bauleitplanungs-Verfahren für die Erweiterungsvorhaben der Firmen AMA und Kerb-Konus sei inzwischen abgeschlossen. Die in der ehemaligen Evelyn-Glashütte untergekommene SeatTec habe ihren Betrieb mittlerweile aufgenommen.

"Teils erheblicher" Wertverfall

Zum Gewerbegebiet Ost merkte Brandelik an, dass sich verschiedene Anfragen wegen der Einschränkungen durch das Einzelhandels-Entwicklungskonzept von selbst erledigt hätten. Der Geschäftsführer beklagte einen "teils erheblichen" Wertverfall für diese Flächen. Auf ursprünglich eingeplante Verkaufserlöse müsse verzichtet werden. Die Revitalisierung des ehemaligen Autohauses Peter scheitere ebenfalls an den Beschränkungen. Zumindest sei nun eine Teilnutzung als asiatisches Restaurant vorgesehen.

Im Gewerbegebiet West habe auf der ehemaligen Siemens-Optionsfläche an der Fuggerstraße (35 000 Quadratmeter) die Erschließung begonnen. "Insgesamt werden elf Parzellen bereitgestellt", informierte Brandelik. Die ersten Beurkundungstermine stünden schon fest: Hinziehen wollen zwei "umsiedlungs- und erweiterungswillige" Firmen aus Amberg. An der Dr.-Aigner-Straße seien noch zwei Areale frei, 3500 und 10 000 Quadratmeter groß.

Zum Dienstleistungs-Standort Fleurystraße: Dort beklage die Gewerbebau nach wie vor einen Leerstand. Laut Brandelik bahnt sich aber eine "Zwischennutzung" an. Der freie Bereich hinter der Grammer-Konzernzentrale werde derzeit als Optionsfläche für das Unternehmen vorgehalten.
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