Stadt lässt Eichenprozessionsspinner absaugen - Fliegerfest nicht betroffen
Gekommen, um zu bleiben

Hier lauert die Gefahr: "Vorsicht! Eichenprozessionsspinner" steht auf dem Zettel an der Absperrung bei Speckmannshof. Bild: Huber
Diese Raupe spinnt wohl! Im vergangenen Jahr tauchte der giftige Eichenprozessionsspinner zum ersten Mal in Amberg auf. Heuer baute er seine Nester gleich an zwei Standorten - an einem Parkplatz bei Neubernricht und an einem Weg zwischen Speckmannshof und Segelflugplatz. "Ich glaube, wir müssen uns darauf einstellen, dass der Schmetterling auf lange Sicht in Amberg bleibt", sagt Thomas Blank vom Sachgebiet Grün des Stadtentwicklungsamtes.

Die Raupe frisst oft nicht nur ganze Baumkronen kahl, sondern stellt auch eine Gefahr für den Menschen dar. Ihre Härchen können schmerzhaftes Brennen auf der Haut verursachen und andere allergische Reaktionen auslösen. Aus diesem Grund sind die beiden befallenen Baumgruppen seit einiger Zeit abgesperrt. Am Parkplatz an der Staatsstraße 2238 war im Auftrag des Staatlichen Bauamtes bereits eine Spezialfirma im Einsatz, um die Tierchen abzusaugen. "Wir können die Sperre aber nicht aufheben, weil dort immer noch Raupen unterwegs sind", teilte Straßenmeister Wolfgang Kirsch mit.

Absaugen am Mittwoch

Für die Bekämpfung des Schädlings ist immer der Grundstückseigentümer zuständig. Im Falle der Eichen bei Speckmannshof ist das die Stadt Amberg. "Wir hoffen, dass wir den Weg zum Flugplatz bis zum Wochenende wieder freigeben können", betonte Thomas Blank. Am Mittwochvormittag werde eine Spezialfirma versuchen, die Tiere mittels Sauggeräten zu beseitigen.

Ganz in der Nähe steigt am Wochenende das Fliegerfest - es ist durch den Eichenprozessionsspinner nicht beeinträchtigt. "Die Anfahrt erfolgt über die Straße zum Naherholungsgebiet bei Fuchsstein", erklärte die Sprecherin der Luftsportgruppe, Lisa Wagemann. "Betroffen wäre nur der Rettungsweg gewesen, den wir dann verlegt hätten."
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