Stadt sucht Käufer - Angebote bis 5. Oktober möglich
Bürgerspital-Areal europaweit zu haben

OB Michael Cerny (links) und Kämmerer Franz Mertel halten das Exposé in Händen, das auf 36 Seiten potenzielle Investoren auf das 4429 Quadratmeter große Bürgerspitalareal aufmerksam machen soll. Bild: Huber
Amberg. (tk) Die Stadt ist auf der Suche nach einem Käufer für das 4429 Quadratmeter große ehemalige Bürgerspitalgelände in der Bahnhofstraße. Seit Monatsbeginn läuft die europaweite Ausschreibung, zu der parallel eine überregionale Anzeigenkampagne geschaltet wurde. "Wir wollen mal schauen, was andere - auch Investoren - für Ideen haben", teilte OB Michael Cerny am Freitag mit.

In nichtöffentlicher Sitzung sei der Stadtrat im Mai zu dem Entschluss gekommen, künftig auf dem Areal einen Nutzungsmix haben zu wollen - bestehend aus Wohnen, Einzelhandel und Dienstleistungen. "Es ist nicht Kernaufgabe einer Stadt, alles selbst machen zu müssen", erklärte Cerny, in dessen Anwesenheit Kämmerer Franz Mertel noch deutlicher wurde. Der Stadtrat sei sogar bereit, den bestehenden Bebauungsplan zu ändern: "Wir wollen die Kreativität nicht einschränken." Die Parteien hätten aber elf Vorgaben formuliert, die eingehalten werden müssen. Zum Beispiel der Bau der bereits beschlossenen Quartiersgarage und die Realisierung in Abstimmung mit der Entwicklung des Forum-Areals. Der Kaufpreis ist laut Cerny zwar in einer Art Erwartungs-Korridor grob festgehalten, aber nicht das entscheidende Kriterium: "Es geht darum, wie wir am meisten für die Innenstadt erreichen." Der OB ist guter Dinge, dass sich Interessenten melden: "Es gibt gewisse Investorenkreise, die Amberg bisher nicht im Fokus hatten." Aufgrund der aktuellen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt in größeren Städten wie München, Nürnberg oder Regensburg sei dies nun anders. Zumal das Bürgerspitalgelände nun quasi frisch auf dem Markt ist.

In einer 36-seitigen Hochglanzbroschüre wirbt Amberg für sich und die Liegenschaft. Darin ist auch ein Zeitplan enthalten. Unterlagen können bis Montag, 28. September, angefordert werden, Angebote sind bis Montag, 5. Oktober, möglich. Die Auswertung soll im gleichen Monat erfolgen, bevor nach weiteren Auswahlphasen (Dialogrunden, Vertragsverhandlungen) im ersten Quartal 2016 ein Käufer feststehen soll. Der könnte auch aus Amberg kommen, sagte der OB: "Ein externer Investor schließt den internen nicht aus." Wichtigstes Kriterium sei aber die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt." Das betonten Cerny und Mertel wiederholt.
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