Stadt beteiligt sich am neuen Atlas der Bertelsmann-Stiftung - Datensammlung öffentlich
Ambergs Kinder ganz keck dabei

Sie schauen so keck wie der Atlas heißt, bei dem es vielschichtig neben den unter Drei- und Sechsjährigen auch um die Gruppe der bis 15-Jährigen geht. Bild: Hartl
Jetzt wird's keck, besser gesagt: KECK. Diese Abkürzung steht für das Projekt "Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder". Dahinter verbirgt sich der gleichnamige Atlas der Bertelsmann-Stiftung, an dessen Aufbau sich die Stadt Amberg beteiligt. "Der Keck-Atlas ist ein Instrument zur Beobachtung von Sozialräumen und zur Feststellung der Ausgangslagen, unter denen Kinder in den einzelnen Gebieten aufwachsen", informierte Sibylle Vinzens im Jugendhilfeausschuss.

Neben Amberg nimmt in Bayern auch Rosenheim als Modellstandort am Projekt teil. Die Vilsstadt ist nach Auskunft von Vinzens die "einzige Leuchtturm-Kommune Bayerns" und wird beim Aufbau der kleinräumigen Berichterstattung durch die Bertelsmann-Stiftung unterstützt. "Mit dem Keck-Atlas verfolgt Amberg im Bereich der Jugendhilfeplanung einen neuen und innovativen Ansatz. Für die Jugendhilfeplanung relevante Daten werden künftig von der Stadt selbst erhoben und regelmäßig fortgeschrieben", erläuterte Vinzens.

"Damit können den politischen Gremien mehr Datengrundlagen für Entscheidungen zur Verfügung gestellt werden, als das bisher möglich war. Durch die Veröffentlichung arbeitet die Verwaltung auch für die Bürger transparent." Im Juli 2014 war der Vertrag zwischen der Stadt und der Bertelsmann-Stiftung zur Nutzung des Keck-Atlas geschlossen worden. Im Oktober fand ein erstes Infogespräch mit den zunächst zu beteiligenden Ämtern und Referaten sowie weiteren externen Kooperationspartnern statt. Im Februar folgte die technische Schulung der städtischen Mitarbeiter durch ein Institut.

Durch die laut Vinzens gute ämter- und referatsübergreifende Zusammenarbeit konnten bereits im April die ersten zehn Indikatoren im Keck-Atlas für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden. Zu finden sind die bereits fertigen, für jedermann zugänglichen Daten auf der Internetseite keck-atlas.de. "Eine Ausweitung des Atlas' auf weitere Bereiche ist möglich. Zunächst ist angedacht, über die Arbeitsagentur kleinräumige Daten zu beziehen", ergänzte Vinzens im Ausschuss.
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