Stadträte bewilligen Finanzspritze - Nur der Kämmerer hat Bedenken
150 000 Euro für Stadion-Umbau

Die Wellenbrecher auf der Steintribüne sind bereits installiert. Für weitere Umbaumaßnahmen bewilligte der Stadtrat gestern Geld. Bild: Hartl
Auch wenn sich Kämmerer Franz Mertel nicht ganz einverstanden zeigte - der Ferienausschuss des Stadtrates bewilligte am Donnerstagnachmittag 150 000 Euro für die Ertüchtigung des Fußballstadions am Schanzl. Es muss dringend umgebaut werden, damit es den Anforderungen des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) für die Regionalliga genügt. Reagiert die Stadt nicht, droht dem FC Amberg im schlimmsten Fall der Entzug der Spielgenehmigung in der vierthöchsten Liga. Die siegreiche Saison 2014/15, die spannende Relegation und der Aufstieg - all das wäre dann Makulatur. Zunächst sollten vor allem im Zuschauerbereich Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, die mit 100 000 Euro zu Buche schlugen. Nun sattelte der BFV weitere Forderungen für noch einmal 75 000 Euro drauf.

Die Stadt übernimmt nicht das ganze Paket, sondern zahlt nur 150 000 Euro. "Der FC ist unser Aushängeschild", begründete Dieter Mußemann die Zustimmung der CSU-Stadträte. Und auch Florian Fuchs von der SPD zeigte sich offen. Er betonte, dass mit der Ertüchtigung nicht nur der Fußball, sondern auch andere Sportarten profitierten.

An der allgemeinen Euphorie im Gremium änderte auch die Skepsis des Stadtkämmerers nichts. "Ich sehe da Probleme bei künftigen Förderanträgen aus anderen Bereichen auf uns zukommen", warnte er. Ihm fehle zum Beispiel eine Eigenbeteiligung des Antragstellers. "Besondere Highlights erfordern besondere Maßnahmen", wischte Mußemann die Bedenken vom Tisch. Der Ausschuss genehmigte die Finanzspritze schließlich einstimmig.
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