Stadtrat beschließt Bebauungsplan für Bürgerspital-Areal
Zwei Gegenstimmen

Nun ist es offiziell: Der Stadtrat hat gestern Abend die Satzung für den lange diskutierten Bebauungsplan für das Bürgerspitalgelände in der Altstadt beschlossen. "Wir geben damit einen konkreten, wenn auch noch groben, Rahmen vor", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny. Um über detaillierte Abmessungen und Umfänge von Bauwerken zu debattieren, sei es noch zu früh. Damit werde sich das Gremium zu gegebener Zeit beschäftigen.

Am Ende stimmten nur zwei Stadträte dagegen: Emilie Leithäuser (FDP) und Dr. Eberhard Meier (Freie Wähler). Umfangreich legte Dr. Meier die Gründe für seine ablehnende Haltung dar. Er erwarte durch die vorgesehene Quartiersgarage mit rund 200 Stellplätzen eine erheblich höhere Verkehrsbelastung für die Anwohner. Die Frage der Ein- und Ausfahrt sei nicht ausreichend diskutiert. "Der Fluchtweg vom Spitalgraben über den Paradeplatz wird nicht funktionieren", sagte er. "Ich bin dafür, vor dem Richtfest zu diskutieren und nicht nachher. Vielleicht können wir uns dazu durchringen, Alternativen zu besprechen."

Ein Vorschlag, dem Oberbürgermeister Cerny entschieden entgegentrat. "Wenn wir jetzt Nein sagen, dann muss die Wirtschaftsschule zwei Jahre warten", betonte er. Mit der Zustimmung zum Bebauungsplan könne in einem ersten Schritt die Erweiterung der städtischen Schule erfolgen. "Wir stehen da im Wort", sagte Cerny. Rückendeckung für den OB gab es von der CSU- und der SPD-Fraktion. "Unser primäres Ziel ist die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt. Wir sollten nicht alles wieder zerreden", erklärte SPD-Stadtrat Uli Hübner.

Wie berichtet ist geplant, zunächst mit dem Bau eines Teils der Quartiersgarage unter dem Pausenhof der Wirtschaftsschule zu beginnen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.