Stadtrat darf ruhig mitreden
Angemerkt

Der Ansatz der Bundesregierung ist ein völlig anderer. Sie will mit ihrer Gesetzesänderung die Arbeitnehmerüberlassung eigentlich eindämmen. Am Klinikum St. Marien jedoch scheint es so, als sollten die Wege dorthin verfestigt werden. Die Dienstleistungs-GmbH nutzt die Pläne der Koalition geschickt, um ihre Strukturen anzupassen. Auch wenn es jetzt im ersten Schritt mit den vorhandenen Mitarbeitern ein Geben und Nehmen werden soll, ist mit dem Blick auf die Kosten im Krankenhauswesen kaum zu erwarten, dass das in der Zukunft so bleibt.

Stattdessen wird die natürliche Fluktuation weiter genutzt werden, um Arbeitsplätze ausscheidender eigener Mitarbeiter mit Leuten aus der Dienstleistungs-GmbH zu besetzen. Das ist ja schon in den vergangenen Jahren so praktiziert worden. Vor allem neu in die GmbH eintretende Kräfte werden wohl kaum mehr die Konditionen einst übernommener "Altfälle" haben. Klar, diesen "Trick" einer Tochtergesellschaft gerade für die weniger hochwertigen Jobs wenden viele Unternehmen an. Aber hinter dem Klinikum und der Dienstleistungs-GmbH steht immerhin die Stadt Amberg als öffentlicher Arbeitgeber. Und die sollte sich überlegen, ob es nicht auch andere Wege gibt, als die jetzt angestrebten.

Im konkreten Fall könnte sich ruhig mal der Stadtrat einmischen und seine Meinung kundtun. Denn es ist durchaus ein politisches Thema, wie man als kommunales Unternehmen mit der Arbeitnehmerüberlassung weiter umgehen will. Wenn sich die Bundesregierung darüber Gedanken macht, kann das der Stadtrat allemal tun. Solche Themen müssen nicht Vorstand und Verwaltungsrat allein überlassen bleiben. Erweitern wir doch diesen Kreis auf alle Stadträte oder gar auf eine breite öffentliche Diskussion.



Kurz notiert

Ilja Richter krank: Keine Vorstellung

Amberg.Wegen Krankheit des Hauptdarstellers Ilja Richter müssen die Vorstellungen von "Du kannst nicht immer 60 sein" am Sonntag, 25., und Montag, 26. Januar, entfallen. Ein Ersatztermin wird unter www.stadttheater-amberg.de und in der AZ bekanntgegeben. Bereits gekaufte Eintrittskarten für beide Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit oder können in der Tourist-Info zurückgegeben werden. Abonnenten können die Vorstellung wahlweise tauschen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Koalition (5296)Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.