Stadtrat, Rechtsanwalt und Schlossherr Dr. Konrad Wilfurth feiert heute 65. Geburtstag
Kein Gedanke an Ruhestand

Zu Hause wird Dr. Konrad Wilfurth heute nicht anzutreffen sein. Er zieht es vor, seinen 65. Geburtstag ganz entspannt zu feiern und möchte daraus kein großes öffentliches Aufhebens machen. Bild: Huber
"Ich habe Freude daran, wenn ich arbeiten kann" - mit diesem Eingeständnis ist schon viel gesagt über den Juristen, Schlossherrn und Stadtrat Dr. Konrad Wilfurth. Heute feiert er seinen 65. Geburtstag und machte im Vorfeld deutlich, dass für ihn nach wie vor der Beruf als Jurist im Mittelpunkt seines Handelns steht. Der gebürtige Amberger will daran festhalten und denkt deshalb auch gar nicht an den Ruhestand. Im Gegenteil: "Ich habe erst vor zwei Jahren noch den Fachanwalt für Baurecht gemacht." Und damit hat der Betreiber der 15-köpfigen Anwaltskanzlei an der Ludwigstraße ein berufliches Zeichen für die Zukunft gesetzt.

In der Politik tritt er war zwar insofern kürzer, als dass er nicht mehr stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat ist. Gleichwohl gehört er aber mit viel Freude nun bereits in der fünften Periode dem Gremium an. Dass sich dort das Klima gegenüber den vergangenen Jahren "überraschend" zum Positiven verändert hat, führt der einstige Abiturient des Gregor-Mendel-Gymnasiums auf die Lernfähigkeiten gerade bei den zwei großen Fraktionen zurück: "Bei den vorherigen Kleinkriegen hat keiner gewonnen." Durchgesetzt habe sich schließlich bei großen Teilen im Rathaus die Erkenntnis: "Wenn man etwas ändern will, muss man bei sich selbst beginnen, sich zu ändern."

Weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus machte sich Wilfurth einen Namen, als ihn Ex-Hollywood-Star Nicolas Cage 2007 damit beauftragte, seine Neuerwerbung, das Schloss Neidstein oberhalb der kleinen Ortschaft Tabernackel, zu verwalten und die Sanierung der romantischen Gemäuer zu beginnen.

Unterdessen ist der bekannte Schauspieler längst nicht mehr Besitzer des einstigen Herrensitzes in der Gemeinde Etzelwang. Es waren wohl finanzielle Engpässe, die den Action-Darsteller dazu zwangen, sich von dem idyllisch gelegenen Kleinod mitten im Wald zu trennen. Wilfurth erwarb 2009 den im Jahr 1513 vollendeten Familiensitz des Adelsgeschlechts derer von Brand, die hier jahrhundertelang residiert hatten.

So avancierte der seit 1982 selbstständige Anwalt aus Amberg zum Schlossherrn. Die Sanierung werde sich noch eine ganz Zeit lang hinziehen, ließ Wilfurth im Vorfeld seines Geburtstages wissen. Dessen ungeachtet sprach er davon, dass die Räume gut frequentiert seien, insbesondere für Familienfeierlichkeiten wie Hochzeiten, aber auch für wissenschaftliche Zwecke, wie der Vertragsabschluss mit dem Sulzbach-Rosenberger Fraunhofer-Umsicht-Institut vor wenigen Tagen unterstreicht (wir berichteten). Die Biomasse-Experten wollen sich fortan um das Heizsystem auf Neidstein kümmern.

Dem bekennenden Oberpfälzer, kann's nur recht sein. Schließlich ist er ein echter Naturfreund und somit alternativen Energien gegenüber aufgeschlossen. Diese Eigenschaft runden seine Hobbys Jagd, Golf und Radfahren geradewegs ab.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.