Stadttheater zeigt das Stück "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" von Theresia Walser
Despotengattinnen haben es nicht einfach

Wie eine Collage hat Stephan Mannteuffel das Bühnenbild zu "Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel" gestaltet. Bild: hfz
Als Gattin eines Exdiktators hat man es nicht leicht. Eben noch eine große Nummer und angenehm mit Stalin geplaudert, mit Gaddafi getanzt oder von Castro hofiert, schon ist man abgesägt, ins Exil verbannt. Drei ewig-gestrige Damen, die nicht gerade zufällig viel Ähnlichkeit mit Margot Honecker, Imelda Marcos oder Leila Ben Ali haben, warten in diesem Stück mit ihren Dolmetschern auf eine anberaumte Pressekonferenz und versprühen derweil Gift und Galle.

Diese Ex-First-Lady-Farce ist ein Feuerwerk aus maliziösen Schlagfertigkeiten und zynischen Zitaten der Niederträchtigkeit. Theresia Walser, jüngste Tochter des Schriftstellers Martin Walser, beweist wieder einmal, dass sie völlig zu Recht zu den meistgespielten Dramatikerinnen Deutschlands gehört.

Regie dieser Inszenierung führte Hans Hollmann, die Ausstattung stammt von Stephan Mannteuffel. In den vier tragenden Rollen sind Saskia Valencia, Doris Kunstmann, Reinhild Solf und Sebastian Hölz zu sehen. Die Vorstellung im Stadttheater beginnt am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr. Voraus geht eine Einführung um 18.45 Uhr. Karten gibt es bei der Tourist-Information (10-233 )und an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (weitere Informationen: www.stadttheater-amberg.de).
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