Städtische Tempo-Messungen erst Ende April - Überwacher beziehen Büros in der Schlachthausstraße
Blitzer im Schneckentempo

Dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz gehören elf Städte und Gemeinden an. Ihren Sitz hat die Organisation in der Amberger Schlachthausstraße. Bild: Hartl
Die einmal vage geäußerte Zielvorgabe Ende März ist nicht zu halten. Bis die Stadt an den Straßenrändern Blitzer aufstellen lässt, wird mindestens noch ein weiterer Monat vergehen. Der Zweckverband muss erst einmal geeignete Mitarbeiter finden.

Peter Ostermeier (40) ist gerade dabei, sich in der Schlachthausstraße 6 einzurichten. In dem Haus am Kreisverkehr vor dem Nabburger Tor, in dem auch die CSU-Geschäftsstelle und eine Dienststelle der Polizei untergebracht sind, bezieht der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz gerade seine Büros. Noch ist es recht einsam um dessen Geschäftsführer. "Am 2. März fängt meine erste Mitarbeiterin an", berichtet Ostermeier. "Dann geht es Schritt für Schritt weiter."

Auto ist bestellt

Wann werden die kommunalen Verkehrsüberwacher in Amberg ihre Blitzer aufbauen? "Das dauert noch", erklärt Ostermeier. "Sie müssen sich das wie eine Firmengründung vorstellen. Wir fangen bei null an." Bis das mit spezieller Messtechnik ausgestattete, mehr als 100 000 Euro teure Auto geliefert wird, könne es Ende April werden. Parallel dazu läuft der Aufbau der Verwaltung im Hintergrund. Ostermeier braucht Leute, die die Mess-Ergebnisse auswerten, die Bescheide schreiben und die Kasse verwalten. Sieben Stellen will der Zweckverband fürs erste besetzen. "Es ist gar nicht so einfach, Personal zu finden", sagt der Geschäftsführer. "Auch wir spüren den Fachkräftemangel." Um nicht in Verzug zu geraten, erwägt der Zweckverband, sich mit städtischen Beschäftigten zu behelfen. "In der Übergangsphase könnten wir da kooperieren." Ostermeier war im November als Geschäftsführer des neu gegründeten Zweckverbandes vorgestellt worden. Der 40-Jährige leitete in den vergangenen fünfeinhalb Jahren die Verwaltung seiner oberbayerischen Heimatgemeinde Manching (11 300 Einwohner). Zuvor war er bei der Stadt Dachau beschäftigt und begleitete beim bayerischen Innenministerium die Einführung des Digitalfunks.

Am Freitag tourte er wieder einmal durch die Oberpfalz, um weitere Städte und Gemeinden zum Mitmachen zu bewegen. Denn bisher sind erst elf Gebietskörperschaften Mitglied in dem kommunalen Bündnis. Amberg hat als größte Stadt den Hut auf, deswegen ist Oberbürgermeister Michael Cerny auch Vorsitzender. Ziel der Organisation ist laut Satzung die "Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach dem Straßenverkehrsgesetz" - als nicht nur Geschwindigkeits- sondern auch Parkraumüberwachung. Für Amberg kommt aber nur die Tempo-Messung in Betracht, weil es ja schon städtische Parkplatz-Kontrolleure gibt.
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