Stark einfach zu stark

Da hat er gut lachen: Daniel Krieger traf zum Ausgleich, aber es reichte trotzdem nur zu einem Punkt in Selb. Bild: brü

Viel Aufwand, wenig Ertrag. Die ERSC-Löwen zeigen in Selb großen Willen, aber oft nur Stückwerk - und bringen sich nun langsam selbst unter Druck. Der eine Punkt nach Penaltyschießen bei den bissigen Franken ist definitiv zu wenig - und deren Torwart kaum zu überwinden.

Die Amberger wussten im Vorfeld, dass die Aufgabe bei der 1b-Truppe des VER Selb eine ganz schwierige werden würde. Die Oberfranken bestätigten ihre Leistungen, die sie bislang schon gegen die Spitzenteams der Eishockey-Landesliga vorgelegt hatten. In der regulären Spielzeit fielen nur zwei Treffer, aber letztendlich hatten beide Teams eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die Partie vorzeitig entscheiden zu können.

Mit Niko Stark bei den Wölfen und Oliver Engmann bei den Amberger Löwen standen aber die besten Spieler des Abends jeweils im Tor. Bei den Spielanteilen hatte der ERSC insgesamt ein deutliches Plus, allerdings ließ die Ponitz-Truppe während der gesamten Spielzeit die Genauigkeit vermissen. Am Ende hatten die Gastgeber im Penaltyschießen das glücklichere Ende für sich.

Im Anfangsdrittel diktierte Amberg die Partie. Bei einer der wenigen Chancen für Selb waren die Löwen unkonzentriert und ermöglichten das überraschende 1:0 der Wölfe. Der ERSC zeigte einige sehenswerte Angriffe, doch die letzte Instanz war immer wieder Wölfe-Goalie Niko Stark. Aber bereits in dieser Phase konnte man erkennen, dass Amberg sich das Tempo vom Gegner aufdrängen ließ und nicht die nötige Ruhe beim Aufbau zeigte. Das sollte während der gesamten Partie ein großes Manko bleiben.

Im Mittelabschnitt egalisierte Daniel Krieger die Führung der Gastgeber, und der ERSC wirkte danach wesentlich aggressiver, hatte viele Chancen, sogar in Unterzahlsituationen. Die größten davon vergaben David Rybka und Boris Flamik, die jeweils alleine vor Stark scheiterten. Selb kam aber immer wieder gefährlich vor das Amberger Tor, oftmals mit ganz einfachen Mitteln wegen fahrlässiger Fehler der Amberger Defensive. So hatte Oli Engmann im Löwen-Tor zwar weniger Arbeit zu verrichten, aber häufig sogar die brenzligeren Situationen zu überstehen. Gegen Ende des Drittels war die Partie jedenfalls sehr zerfahren.

Im Schlussabschnitt zeigte der ERSC den wesentlich größeren Aufwand, um die Begegnung noch in der regulären Spielzeit für sich entscheiden zu können, war aber weiterhin viel zu umständlich in seinen Aktionen. Selb hatte in dieser Phase noch die zwingenderen Aktionen.

Am Ende ging es ins Penaltyschießen, wo Hannes Siegeris doppelt traf und zum Matchwinner avancierte, weil auf Amberger Seite nur Sebastian Aukofer einmal verwandelte. Im Kampf um den vierten Rang, der zur Zwischenrunde qualifiziert, sind die Amberger Löwen jetzt schon in Zugzwang geraten.
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