Starker Tobak zum Abschied
Angemerkt

Bei ihm scheiden sich die Geister. Die einen - die in der Regel nicht im Stadtrat sitzen und zu seinen Fans zählen - finden die Art seines Auftretens gut. Die anderen mögen diesen um deftige Worte nicht verlegenen Polit-Rambo weniger. Jetzt mag Dr. Klaus Ebenburger die Freien Wähler nicht mehr. Immerhin ist es der Vorsitzende selbst, der die Brocken medientauglich hinschmeißt und sich mit den Grünen flugs eine neue Heimat sucht. Eines muss man dem 65-Jährigen lassen: Er bleibt sich bei der Wahl der Worte treu, haut den Freien Wählern - offensichtlich in großem Frust - einen markanten Satz nach dem anderen um die Ohren, dass diese den ehemaligen Freunden wohl nur so klingen werden.

Ebenburger, der dreimalige Oberbürgermeister-Kandidat, der zuletzt in den Sitzungen deutlich ruhiger geworden war, bleibt dem Stadtrat also als Grüner erhalten. Ob den Wählern des Arztes das gefällt? Sie hatten ihre Stimmen eigentlich ihm als FW-Mann gegeben, für ihn das Kreuzchen gemacht, weil er die Überzeugungen der FW vertrat.

Dr. Eberhard Meier hat das einst auch nicht groß gejuckt. Von der CSU wechselte er zur ÖDP, von dieser zu den Freien Wählern. Ebenburger saß im Rathaus zuletzt neben ihm. Und wirft dem Arzt Meier nun indirekt Amigo-Wirtschaft vor. Starker Tobak zum Abschied.

Wie es um das Selbstbewusstsein von Ebenburger bestellt ist, zeigt der Schlusssatz seiner Presseerklärung: "Den Freien Wählern wünsche ich, dass sie zu der Integrität, wie sie unter meiner Führung und unter der Führung meiner Vorgänger selbstverständlich war, zurückfinden."

juergen.kandziora@zeitung.org

Polizeibericht

Zweijähriger wirft mit Windeln

Amberg. (kan) Wenn einer nicht schlecht staunt, dann erlebt er etwas Ungewöhnliches. So wie ein Anwohner in der Regensburger Straße am Donnerstagmorgen. Er glaubte vermutlich seinen Augen nicht zu trauen, als plötzlich Flaschen und gebrauchte Windeln von einem Balkon auf den Gehsteig flogen.

Die Polizei rückte an - und kurze Zeit später konnten die Beamten Entwarnung geben. Des Rätsels kuriose und noch recht kleine Lösung: Ein zweijähriger Bub hatte unbemerkt von seiner Mutter um 7 Uhr mit "Aufräumarbeiten" in der Wohnung begonnen, wie es Polizeisprecher Peter Krämer formulierte. Der fügte noch hinzu: "Die Mama war sehr erstaunt und griff sogleich zu Schaufel und Besen."
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