Startschuss für Merian 9

Spätestens im April nächsten Jahres präsentiert sich das ehemalige Zollamt in der Merianstraße mit einem neuen Gesicht. Das Gebäude beherbergt dann Bürogebäude mehrerer Firmen sowie Praxisräume. Auf das Dach kommt ein Aufbau mit geschwungenen Wänden. Grafik: Bauart GmbH
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
13.10.2015
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Auf der Baustelle gehen Elektriker, Trockenbauer und Fliesenleger ein und aus. Doch Anfang November zieht in das ehemalige Zollamt bereits der erste Mieter ein. Bis April 2016 soll das Gebäude komplett umgebaut sein - mit einem kleinen Sahnehäubchen oben drauf.

Wolfram Buegger, der Geschäftsführer der Amberger Immobilienfirma Bauart, spricht die Handwerker auf der Baustelle mit Vornamen an. Hier müssen Fliesen noch einmal neu verlegt worden, dort fehlen noch die Kabel. Es pressiert auf der Baustelle in der Merianstraße: Anfang November will das Software-Unternehmen Schubert bereits das Erdgeschoss beziehen. Die Computerprogrammierer nutzen auch den vorgelagerten Kubus, der demnächst blau angestrichen wird. Der 400 Quadratmeter große Gebäudeteil dient künftig als Schulungsraum für die Amberger Software-Schmiede, die ihren Sitz bisher in der Emailfabrikstraße hatte.

"Wir kriegen das hin", zeigt sich Buegger überzeugt. Er und seine Kollegen sind dafür zuständig, das Gebäude, das der Bund in den 60er Jahren als Sitz der Zollbehörden errichten ließ, in einen modernen Bürokomplex umzuwandeln. 2001 zog der Zoll aus und das Bundesvermögensamt ein, später war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in dem Gebäude eingemietet. Bis auch diese Behörde 2012 auszog. "Ein privater Investor aus der Region hat es gekauft", bestätigt Buegger. Über Namen und Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart.

Nierenförmiger Aufbau

"Das hier ist eine innovative Sache", sagt Buegger beim Rundgang durch die Baustelle. "Eine Aufwertung für das ganze Dreifaltigkeitsviertel." Der Projektierer spielt damit auch auf das neue Dachgeschoss an - ein nierenförmiger Aufbau mit 280 Quadratmetern Nutzfläche, der Büros mit abgerundeten Wänden beherbergt und eine ausladende Terrasse bietet. "Von dort oben kann man über die ganze Stadt schauen." Ein Interessent sei auch schon gefunden, möglicherweise nutzt ein Amberger Arzt das oberste Geschoss für seine Praxis.

Damit das Gebäude den Aufbau tragen kann, erhält es einen 50 Zentimeter dicken Deckel aus Beton. "Das ist aus statischen Gründen erforderlich", erklärt Buegger, der sich ausdrücklich bei der Stadtverwaltung für die positive Begleitung des Projekts bedankt. "Wir sind im Baureferat auf große Offenheit gestoßen", sagt der Immobilien-Fachmann. Auch andere Einheiten seien bereits vermietet. In den ersten Stock ziehen die Zeitarbeitsfirma Stegmann sowie die Heilpraktikerin Anna-Elisabeth Baumann ein. Im zweiten Obergeschoss siedelt sich die auf Verkehrsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei Burkhard aus Augsburg an. Insgesamt stehen in dem Gebäude 1450 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Gut zwei Drittel sind bereits vermietet. Eine gute Ausgangslage, findet Buegger. "Das Objekt ist ja noch nicht einmal fertiggestellt."

Gerüst kommt weg

Der Innenausbau läuft auf Hochtouren und auch außen tut sich etwas. Ende der Woche soll die Fassade so weit fertig sein, dass der Gerüst-Abbau beginnen kann. Zuletzt folgen dann die Außenlagen, die sich um die 26 Parkplätze auf dem Grundstück gruppieren.
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