Staubwolke: Feuerwehr rückt an

Der Angeklagte war eben dabei, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Da schnitt ihm Sirenengeheul das Wort ab. Feueralarm im Schwurgerichtssaal des Landgerichts. Was nun? "Draußen regnet es", ließ die Vorsitzende Richterin Roswitha Stöber erkennen. Doch der Justizbeamte duldete keinen Widerspruch: "Alle müssen raus." Damit war der Prozess abgebrochen, man begab sich ins Freie. Aus Richtung Wingershofer Tor waren weitere Martinshörner zu hören. Die Feuerwehr fuhr vor, dann das BRK.

Im Eilschritt spurteten die Einsatzkräfte ins Landgerichtsgebäude, suchten nach Flammen und fanden rasch die Ursache. Bei noch immer laufenden kleineren Bauarbeiten im uralten LG-Komplex war der Inhalt eines Sacks Zement in Kübel geschüttet worden.

Dabei erhob sich eine Staubwolke, die dem Brandmelder verdächtig vorkam. Also löste er schrillen Alarm aus. Nach einer Viertelstunde war das Intermezzo im Regen beendet, konnte die Verhandlung fortgesetzt werden. (hou)
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