Stille Genießer großer Werke

Das aktuelle Vorstandsgremium der Opernfreunde (von links): Vorsitzender Eberhard Kühnlein, Schriftführerin Helga Schwarzer, stellvertretende Vorsitzende Christa Meister, Schatzmeisterin Angela Roggenhofer, Beisitzerin (seit 28 Jahren) Ingrid Jenette sowie Bürgermeister Martin Preuß. Bild: gf

Auch wenn sie die großen musikalischen und theatralen Gesten auf der Bühne lieben. Als Verein sind sie klein, aber fein und fast schon demonstrativ bescheiden.

30 Jahre gibt es inzwischen die Opernfreunde Amberg. Stellvertretende Vorsitzende Christa Meister freute sich darüber ebenso wie die Mitglieder, die sich deshalb im ACC zusammengesetzt hatten. Pomp und Rampenlicht überlassen sie aber lieber anderen. Die Opernfreunde seien für ihn aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken, machte Bürgermeister Martin Preuß anlässlich des Jubiläums dem Verein seine Aufwartung.

Das niveauvolle und ambitionierte Wirken, die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der Verantwortlichen sowie Mitglieder und deren "hervorragendes Miteinander mit dem Kulturreferat der Stadt" sind für den Bürgermeister "ein wertvoller Beitrag, das Kulturgeschehen in Amberg zu gestalten". Preuß war sich sicher, dass für das offizielle Prädikat "lebens- und liebenswerteste Stadt Deutschlands" auch die Opernfreunde ihren Beitrag geleistet haben.

Neben der Kontaktpflege zu Künstlern im Zuge von Werkstattgesprächen hätte der Verein zudem immer wieder jungen Menschen öffentliche Auftritte ermöglicht. Aus dem Kulturreferat, so Preuß, sei ihm berichtet worden, dass die Opernfreunde in der Zusammenarbeit unkompliziert, harmonisch, ideenreich und immer aufgeschlossen für Neues seien. Mit einem Rückblick auf die vergangenen Jahre wandte sich stellvertretende Vorsitzende Christa Meister an die Mitglieder. Im Herbst 1985 taten sich neun Musikliebhaber unter der Federführung von Lothar Römer zusammen. Zwei Jahre später wurde Dr. Dieter Janssen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 1991 übernahm Janssen den Vorsitz und der BR-Journalist Gerhard Haffner wurde sein Stellvertreter.

Gespür bewiesen

Im Laufe der Jahre rückten weitere Mitglieder in verschiedene Vorstandsposten auf, seit April 2005 führt Eberhard Kühnlein den Verein, erst heuer ließ sich Meister in die Verantwortung seiner Stellvertreterin nehmen. An den Vorsitzenden gewandt, attestierte sie ihm, dass Kühnlein seit zehn Jahren "ein sicheres Gespür" dafür unter Beweis stelle, was die Opernfreunde gerne hören.

Wunderbare Aufführungen, Konzerte oder Liederabende würden so zu unvergesslichen Erlebnissen. Die zum Teil auch mehrtägigen Touren mit musikalischen Highlights und großartigem Begleitprogramm wolle keines der Mitglieder mehr missen. Die frühere Schatzmeisterin Hedwig Hofmann erinnerte daran, dass alle Facetten des Musiktheaters seit der Vereinsgründung zu ihrem Recht kämen. Gerade Haffner und dessen ausgezeichneten Kontakten hätten die Opernfreunde Besuche von hochrangigen Künstlern und interessante Werkstattgespräche zu verdanken. Auch das Kulturreferat nutze diese Verbindungen zum Bespielen des Stadttheaters.

Viel Mozart im Blick

Eberhard Kühnlein wies auf den nächsten mehrtägigen Ausflug des Vereins im Frühjahr nach Wiesbaden hin. Das musikalische Programm wird aus einem Mozart-Klavierkonzert, Wagners "Ring ohne Worte" sowie "Macht des Schicksals" von Verdi bestehen. Auf ihrem Plan haben die Opernfreunde zudem das Mozart-Fest im Würzburg sowie die Max-Reger-Tage in Weiden. Lisa-Marie Holzschuh (Gesang), Andreas Feyrer (Klavier) und Christopher Kott (Violine), alle ehemaliger Schüler des Max-Reger-Gymnasiums, umrahmten den Festabend musikalisch.
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