Süßes für die Löwen

Fans und Spieler sind bereit - die roten Drachen können kommen. Der ERSC Amberg (weiße Trikots) will dem ERC Regen einen gruseligen Halloween-Abend bereiten. Bild: brü

Die Red Dragons Regen und die Haßfurt Hawks spielten im Vorjahr noch eine Klasse höher in der Bayernliga. Dennoch hofft Eishockey-Landesligist ERSC Amberg auf ein Sechs-Punkte-Wochenende. Aus gutem Grund.

Wenig geteilte Meinungen im Amberger Lager gibt es, wer im Heimspiel am Freitag, 31. Oktober, gegen Regen (20 Uhr) am Halloween-Abend das "Süße" und wer das "Saure" abbekommt. Schließlich gewann das Team von ERSC-Trainer Stefan Ponitz ja erst am vergangenen Sonntag klar mit 8:0 beim ERC Regen.

Kein Grund zu Leichtsinn

Der Löwen-Coach ist aber gut beraten, bei seinen Spielern deshalb keinerlei Leichtsinn oder Überheblichkeit entstehen zu lassen - trotz der Favoritenrolle, die sich aus dem Hinspielresultat zwangsläufig ergibt. Nur ein Gegentor in den letzten beiden Partien und selbst 18 Treffer erzielt, da scheint der ERSC nach vorne wie hinten gut in Schwung gekommen zu sein. Sebastian Aukofer und Matti Swadzba aus zwei unterschiedlichen Sturmreihen führen die interne Torschützenliste mit jeweils fünf Einschlägen an, was schon ein wenig auch die Kompaktheit bei den Löwen erkennen lässt.

Gegen die Niederbayern aus Regen verhalf zuletzt ein fulminantes Anfangsdrittel den Ambergern zu einem ungefährdeten Erfolg, allerdings konnten die Dragons in den beiden Abschnitten danach durchaus besser mithalten und kassierten nur noch in Unterzahl Gegentore. Es wäre keine große Überraschung, wenn in der Begegnung diesmal mehr Spannung stecken würde.

Wie Regen kehrte auch der ESC Haßfurt, der Gastgeber der Amberger am Sonntag, 2. November (18.30 Uhr), nach einjährigem Abstecher in Bayerns höchster Klasse wieder in die Landesliga zurück.

Der neue Trainer der Hawks, Lubos Thür, in Amberg kein Unbekannter, muss wegen zahlreicher Abgänge einen weitgehenden Neuaufbau betreiben, weshalb die Unterfranken etwas schwierig einzuschätzen sind. Auch die beiden bisherigen Begegnungen (5:9-Niederlage in Selb, 9:1-Erfolg gegen Trostberg) ermöglichen nur wenige Rückschlüsse.

ERSC-Schreck David Franek

Wer bei den Hawks aber wieder für Tore sorgt, ist der tschechische Stürmer David Franek, der nun einen deutschen Pass erhält. In den vergangenen Jahren entwickelte er sich zu einer Art "Amberg-Schreck", weil er vornehmlich gegen die Löwen immer zu großer Form auflief. Die Amberger Abwehr steht in dieser Saison allerdings sehr stabil und bekommt durch Marco Gäck, der seine Sperre abgesessen hat, zusätzliche Verstärkung.

In ihrer Wochenendvorbereitung werden die Haßfurter allerdings nur wenige Gedanken an den ERSC Amberg verschwenden, denn am Samstagabend steht das große Derby beim ERV Schweinfurt auf dem Programm - und das elektrisiert die gesamte Gegend am Untermain.
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