SV Loderhof/Sulzbach muss in der Kreisliga Süd beim Tabellenführer TuS Rosenberg antreten - SVL ...
Keine guten Aussichten für die Wundertüte

Stadtderby in Rosenberg, Verfolgerduell in Freudenberg, Kellerkampf in Weiherhammer: Der Rückrundenstart in der Kreisliga Süd hat es in sich. Der SV Loderhof/Sulzbach muss beim Spitzenreiter antreten - und dessen Torjäger Marco Utz ist wieder fit.

TuS Rosenberg       SV Loderhof
(kok) Nach niederlagenfreier Hinrunde empfängt der TuS im ersten Spiel der Rückrunde den Nachbarn aus Loderhof zum Stadtderby. Nur zu gut können sich die Hausherren noch an das Hinspiel erinnern, als die kompakte und kampfstarke Truppe des SVL den Rosenbergern einen Punkt abknöpfte. Damals war man vor allem auf TuS-Seite nicht zufrieden mit der gezeigten Leistung und befürchtete bereits den Fehlstart gegen den vermeintlichen Underdog. Es kam jedoch alles anders, Rosenberg führt mit sechs Punkten Vorsprung die Kreisliga an, aber auch der SV Loderhof hat sich bestens eingelebt in der neuen Spielklasse.

Mit großer Konstanz punktet der SVL, wobei man die Mannschaft durchaus als Wundertüte bezeichnen kann. Einer 0:6-Heimniederlage gegen Germania folgte ein 5:1-Auswärtssieg in Kastl. Die Hausherren sind also gewarnt. Nach dem nur in der ersten Hälfte überzeugenden Auftritt gegen Bergsteig gilt es auf tiefem Geläuf den Kampf anzunehmen und die Serie fortzusetzen. Da die beiden Verfolger des TuS sich im direkten Duell gegenüber stehen, könnte man bei einem Sieg mindestens einen weiteren Konkurrenten distanzieren. Dies allein sollte Ansporn genug sein, zumal mit Marco Utz der Top-Torschütze nach überstandener Verletzung wieder in den Kader zurück kehrt.

SSV Paulsdorf       FC Edelsfeld
(ac) Die 2:3-Heimniederlage des SSV Paulsdorf gegen den SV Loderhof hat etwas ratlose und frustierte Spieler und Verantwortliche hinterlassen. Der Auftritt war nach den vorausgegangen spärlichen Darbietungen durchaus in Ordnung, doch individuelle Fehler bescherten der Mannschaft nach einer tollen Aufholjagd eine schmerzliche Niederlage. In einem weiteren Heimspiel hat das Team von Trainer Wolfgang Grünwald nun die Gelegenheit, diese Scharte wieder auszuwetzen.

Gegner ist der FC Edelsfeld, der derzeit den Relegationsplatz einnimmt und diesen natürlich verlassen möchte. Dem Vernehmen nach war die Heimniederlage vom vergangenen Sonntag gegen die DJK Utzenhofen recht unglücklich, was auf auf die derzeit gute Form der Heldrich-Truppe schließen läßt. Das Team um Kapitän Peter Schmidl wird daher wieder alles abrufen müssen. Mit der Niederlagenserie der zurückliegenden Wochen ist der SSV gehörig unter Druck geraten. Nur wenn es der Mannschaft gelingt, den Druck anzunehmen und man gleichzeitig kühlen Kopf behält, ist eine Wiederholung des Vorrundenerfolgs möglich (SSV II - TuS Hohenburg 12.15 Uhr).

SV Freudenberg       TuS Kastl
(nß) Im Schlagerspiel stehen sich die beiden punktgleichen Teams aus Freudenberg und Kastl gegenüber. Beide Mannschaften sind heiße Anwärter auf Platz zwei und wollen durch einen Erfolg diese Ambitionen untermauern. Kastl gewann seine letzten beiden Spiele, wenn auch gegen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel, klar und Freudenberg weiß aus dem Hinspiel um die Stärke der Elf von Spielertrainer Thomas Mayer. Besonders im Angriff hat der Gast enormes Potenzial und die Heimmannschaft wird defensiv gut stehen müssen, um die gefährlichen Angreifer in Schach zu halten.

Aber auch die Mannschaft von Florian Neiß kann mit Selbstvertrauen in die Auseinandersetzung gehen. Die letzten Heimspiele wurden ausnahmslos gewonnen. Gerhard Greß ist weiterhin verletzt, ob Torwart Fabian Meier seine Rückenvderletzung überwunden hat und wieder eingesetzt werden kann, ist noch ungewiss. Der Sieger hat vorerst alleine den zweiten Tabellplatz inne.

SV Schmidmühlen       Inter Amberg
(fop) Der Angstgegner des SV Schmidmühlen heißt SV Inter Bergsteig - denn der hat die letzten vier Treffen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Andreas Scheler ist schwer einzuschätzen und holte in der bisherigen Saison das Gros seiner Punkte auf eigenem Gelände. Der Gastgeber steht weiter personell unter Druck. Im Gegensatz zum Hinspiel werden Gollwitzer, Lautenschlager, Hüttner, Roidl und Spies fehlen. Des Weiteren stehen Barton, Eichenseer und Baier nicht zur Verfügung. Trainer Marco Eckstein will aber unbedingt Revanche für das Hinspiel nehmen, denn da wäre bei 40 Minuten in Überzahl (Albert Sejdiu sah in der 49. Minute Gelb/Rot) deutlich mehr drin gewesen. Ziel bleibt, bis zur Winterpause 24 Punkte zu erreichen, denn die nächsten Gegner sind allesamt direkte Konkurrenten (Loderhof, Edelsfeld und Paulsdorf).

DJK Ursensollen       Germania Amberg
(mdl) In der Hinrundenpartie entführte Ursensollen noch mit einem hart umkämpften 1:0-Auswärtssieg die Punkte aus Amberg, da die Elf von Thomas Ficarra damals eine Vielzahl an Torchancen ungenutzt ließ. Leicht wird die Aufgabe gegen Germania nicht werden, denn die Gäste beeindruckten nach einem Fehlstart zwischenzeitlich mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage beeindrucken. Maßgeblichen Anteil daran hat auch die Sturmspitze der Amberger, Florian Danzer, der sich mit zehn Toren bei den treffsichersten Torjägern der Liga einreiht und dessen Aktionsradius es einzugrenzen gilt.

Während die Germanen aber von Freudenberg am vergangenen Wochenende mit einem klaren 4:1 in die Schranken verwiesen wurden, erkämpfte sich die DJK einen 2:1-Sieg gegen Traßlberg. Dabei zeichnete, wie schon des öfteren in dieser Saison, der Einsatzwille und der Glaube an sich selbst die Heimelf aus, mit dem nun schon manche Punkte eingefahren werden konnten. Trainer Steinl kann mit Ausnahme von Torhüter Rezac personell aus dem Vollen schöpfen und die Hoffnungen ruhen einmal mehr auch auf der Treffsicherheit von Top-Torjäger Jiri Abel.

SVL Traßlberg       DJK Utzenhofen
(ild) Das Hinspiel in Utzenhofen hatten die Traßlberger mit 1:0 gewonnen, den Treffer erzielte damals Pascal Behringer. Wäre ja nicht schlecht und zum Start in Saisonhälfte zwei nicht unwichtig, wenn der SVL wieder einen Dreier landen könnte. Den will Spielertrainer Ilker Caliskan unbedingt haben: "Ich bin nicht zufrieden mit der Bilanz", sagte er die Vorrunde analysierend, "was ich geplant habe, habe ich nicht geschafft." Der SVL habe unnötig Spiele verloren. "Wir haben neun Punkte verschenkt", stellte Caliskan Mitte der Woche kritisch fest. Darüber habe er nach dem Mittwochstraining auch mit den Spielern gesprochen, sie gefragt, welche Ziele sie denn selbst hätten. Die Antwort sei gewesen: Platz 2 oder 3. Doch das sei natürlich nur mit der richtigen Einstellung zu erreichen, wenn jeder Gegner ernstgenommen werde. Mit Blick auf die weitere Saison machte Caliskan auf etwas aufmerksam, das ihm großes Kopfzerbrechen bereitet: "Dem Kader fehlt es an Breite. Da hast du auf Dauer Probleme." Deshalb möchte Caliskan sich in der Winterpause auf die Suche nach Verstärkungen begeben, bereits jetzt werde er erste Gespräche zu führen. Drei bis vier Spieler will er holen. "Wir müssen reagieren, müssen den Kader besser machen, damit ein Konkurrenzkampf da ist."

Die Fans wünschen sich einen Knipser herbei, einen echten Torjäger, der pro Spiel für ein bis zwei Tore gut ist. Noch müssen es die richten, die da sind. Gegen Utzenhofen steht hinter dem Einsatz von Gergö Suakace ein großes Fragezeichen. Und auch Caliskan quält sich schon seit Wochen mit einem nicht richtig verheilten Muskelfaserriss herum. Er habe aber spielen müssen, denn "auf der Bank hast du sonst keinen."

Weiherhammer       FC Luhe-Markt
(hfz) Im Nachbarderby steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Nur der Sieger darf sich weiterhin Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Über eine erneut unnötige und unglückliche Niederlage beim Tabellenneunten SV Schmidmühlen ärgert sich TSG-Coach Tobias Heindl. Schießl, Schusser und Vater werden nach wie vor verletzt fehlen. Bei den Gästen sind im Derby alle Mann an Bord.
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