Täglich sieben Tonnen Geschirr

Der Verwaltungsrat des Klinikums St. Marien sah sich gestern im Küchenbereich die neue, rund 400 000 Euro teure Spülanlage an. Klinikums-Vorstand Manfred Wendl (Fünfter von links) und Küchenleiter Peter Fischer (Dritter von rechts) zeigten den Stadträten außerdem noch die neue Theke im Speisesaal für das Personal. Bild: Steinbacher

Rund 15 Jahre war die alte Anlage in Betrieb. Seit Sommer verfügt die Küche des Klinikums über eine neue Spülanlage. Gestern machte sich der Verwaltungsrat von St. Marien ein Bild davon. "Das erklärt jetzt auch, warum die Patienten vorübergehend Plastikgeschirr bekommen hatten", sagte OB Cerny mit Blick auf die Zeit der Umrüstung.

Laut Klinikums-Vorstand Manfred Wendl kostete die neue Spülanlage rund 400 000 Euro. Küchenleiter Peter Fischer erläuterte, dass sie im Prinzip aus zwei "Straßen" besteht: In der einen Maschine werde das Porzellan gereinigt, in der anderen die Tabletts und das Besteck. Weiter erklärte er, dass es in der Küche drei Spülschichten gebe. Jede davon habe 2,3 Tonnen Geschirr. "Somit fallen täglich im Klinikum sieben Tonnen Geschirr an", verdeutlichte er.

Auf den PC in seinem Büro bekomme er ein Live-Bild von der Anlage. "Wenn etwas ausfällt, wird das sofort angezeigt." Oberbürgermeister Michael Cerny erwähnte, dass während des Einbaus der neuen Anlage vorübergehend auf Plastikgeschirr umgestellt worden war. Klar sei, dass das so sein musste, "wenn man sieht, wie komplex die neue Anlage ist".

Wendl und Fischer führten die Verwaltungsratsmitglieder außerdem in den Speisesaal für die Mitarbeiter. Dort wurde die Theke umgestaltet, was etwa 120 000 Euro gekostet habe. Fischer erklärte die einzelnen Bereiche: täglich (von Montag bis Freitag) ein Salatbüffet, zwei Suppen, eine Warmtheke, die auch für kalte Sachen genutzt werden könne, eine weitere Theke für Nachspeisen und Kuchen. "Früher hatten wir zwei Mittagessen im Angebot, jetzt sind es vier." Die Mitarbeiter schätzen seinen Worten nach die freie Komponentenwahl. "Da kommen die wildesten Sachen raus", sagte er scherzhaft. Jeder könne zum Beispiel entscheiden, ob er zu seinem Schnitzel lieber Reis oder Knödel esse. Angeboten würden zudem sechs verschiedene Getränke sowie die Möglichkeit, sich Schorlen zu mischen. "Holunder und Johannisbeere kommen ganz gut an", wusste Fischer und erwähnte noch, dass täglich zwischen 180 und 210 Essen für das Personal im Speisesaal ausgegeben werden. "Außer bei Currywurst, da sind es deutlich mehr", ergänzte er.
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