Teilhabe statt Flüchtlingswelt
Angemerkt

Was haben Kommunen bis hinunter zu kleinen Gemeinden in der Provinz mit einem weltweiten fairen Handel zu tun? Einiges, denn sie sind in der Regel sehr viel näher dran an ihren Bürgern als Bezirks-, Landes- oder gar Bundesregierung, die kaum mehr die direkte Verbindung zu den Menschen vor Ort haben. Insofern macht es Sinn, den Fairtrade-Gedanken über Städte und Gemeinden zu transportieren, die nicht nur ihre Bürger ansprechen, sondern auch selbst auf so manches achten können: Dass sie zum Beispiel keine Kleidung für ihre Feuerwehren, Krankenhäuser und anderen kommunalen Einrichtungen kaufen, die in ausbeuterischen Textilfabriken in der dritten Welt produziert wurde. Was sich wohl nicht jeder normal oder gering verdienende Bürger leisten kann, darauf sollten Kommunen, aber auch Regierungen achten.

Vor allem wenn man weiß, dass es im reichen Deutschland statistisch betrachtet gerade mal zehn Euro pro Jahr und Einwohner sind, die für fairen Handel ausgegeben werden. Die Schweiz liegt da mit 41 Euro schon wesentlich höher. Aber auch dieses Beispiel zeigt, es ist noch viel zu tun, um global mehr Gerechtigkeit zu erreichen. Dabei ist das Ganze auch eigennützig: Mehr Teilhabe der Menschen an einem gerechten Lohn in den ärmeren Ländern bewahrt uns in der Zukunft vor noch größeren Flüchtlingsströmen. Denn nicht wenige aus dem südlichen Teil der Welt fliehen neben politischer oder religiöser Verfolgung auch aus wirtschaftlichen Gründen. Weil sie keine Chance auf Gerechtigkeit und ein besseres Leben für sich und ihre Familien sehen.

thomas.amann@zeitung.org

Im Blickpunkt Nichts ging mehr im Kabelnetz

Amberg. (kan) Kunden, die sich über Handy an Kabel Deutschland wandten und das Glück hatten, am anderen Ende der Leitung eine Servicemitarbeiterin zu haben, bekamen eine kurze Auskunft und wenig später eine SMS: "Grund für Ihre Störung ist eine zentrale Netzstörung. An der Behebung wird bereits gearbeitet."

Vermutlich in der Nacht zum Samstag passierte es: In etlichen Haushalten im Bereich Amberg funktionierten Fernsehen, Telefon, Internet und WLAN plötzlich nicht mehr. Im Laufe des Nachmittags gab es dann wieder ein TV-Bild, Internet erst nach 19 Uhr, wobei es aber weiterhin zu Aussetzern kam. Telefonieren über Festnetz war erst wieder am späteren Sonntagnachmittag möglich.
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