Teurer Schuss in den Ofen
Angemerkt

Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Nach diesem Motto dürfen sich die Amberger Sanitätshäuser freuen, auch wenn sie natürlich nicht schadenfroh sind. Doch sie haben einen auswärtigen Konkurrenten weniger, der sich in ihrem Kerngebiet angesiedelt hatte. Er durfte sich sogar mitten im städtischen Klinikum breitmachen. Ein Entgegenkommen von St. Marien, das unter Wettbewerbsgesichtspunkten fragwürdig erscheint - Service-Gedanke für die eigenen Patienten hin oder her. Denn auch diese Kunden sollten unbeeinflusst entscheiden, wo sie ihre Hilfsmittel besorgen wollen. Dass die AOK selbst ihren Versorgungsvertrag mit Fritsch & Richter gekündigt hat, gibt ebenfalls ein fragliches Bild ab.

All das wirft kein gutes Licht auf die Klinikumsentscheidung - gekrönt dadurch, dass das Haus nun selber den Mietvertrag mit dem Geschäft kündigen musste. Doch die eigentliche Krönung ist der Rückbau der physikalischen Therapie, der wegen dieser Ansiedlung angepackt wurde. Er hat Zigtausend Euro gekostet - einem städtischen Klinikum, das auch wir als Steuerzahler finanzieren. Solche Schüsse in den Ofen sollte sich keiner leisten (dürfen).



Hintergrund 3,54 Milliarden Euro an die Staatskasse

Amberg. (ath) Über ihre Zentralisierte Finanzkasse wickelt die Behörde am Kirchensteig seit 2013 den gesamten Zahlungsverkehr für die Finanzämter Neumarkt, Regensburg und Amberg ab. Für die 32 Beschäftigten dort bedeutete dies laut Presseinfo, dass sie 2014 Gesamteinzahlungen von rund 7,75 Milliarden Euro sowie Gesamtauszahlungen von 4,21 Milliarden Euro centgenau zuordnen mussten.

Und zwar den circa 192 000 relevanten Steuerkonten bei den drei Finanzämtern im Zuständigkeitsbereich der Kasse. Der verbleibende Saldo von 3,54 Milliarden Euro sei dann von Amberg an die bayerische Staatskasse nach München abgeführt worden.

Ohne Kfz wächst das Servicezentrum

Amberg. (ath) Durch den Wegfall der Kfz-Steuer im Mai 2014 bekam das Amberger Finanzamt die Möglichkeit, sein Servicezentrum umzugestalten. In einem ersten Schritt wurde Ende vergangenen Jahres der Service- vom Wartebereich räumlich getrennt. Dieser kann nun großzügiger eingerichtet werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Außerdem solle eine moderne Aufrufanlage über Bildschirme die Besucher noch deutlicher und besser informieren.
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