Textilproduktion in Bangladesch Thema für OTH
Standards verbessern

Gespräche in Bangladesch führte in den vergangenen Tagen Dr. Bernhard Bleyer, der Leiter des Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH). Sie drehten sich, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, um Sozial- und Umweltstandards in der Textilproduktion.

Präsident Prof. Dr. Erich Bauer sieht hier ein wichtiges Zukunftsfeld der OTH Amberg-Weiden: "In den vergangenen Jahren haben wir im Rahmen des Bündnisses für Ethik und Nachhaltigkeit unsere Aktivitäten Schritt für Schritt intensiviert. So sind wir mittlerweile in der Lage, unterschiedliche Lehr- und Forschungsprojekte anzugehen."

Bangladesch zählt mit vier Millionen Beschäftigten zu den wichtigsten Produktionsländern in diesem Bereich. Karl Borschulze, Managing Director der auf Ökologie und Soziales spezialisierten Beratungsfirma CSI, stellte Kontakte zu Unternehmen, Arbeitnehmervertretern, Handelsvereinigungen, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen her. Unter anderem traf Bleyer die Gründerin und Präsidentin der AWAJ Foundation, Nazma Akter. Sie schilderte die Lebensbedingungen von Arbeiterinnen in den Slums der Hauptstadt Dhaka. Die AWAJ Foundation kümmert sich derzeit um 37 000 Beschäftigte der Textilindustrie, darunter 80 Prozent Frauen.

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) engagiert sich seit 2005 in Bangladesch. Bisher habe sie geholfen, Sozial- und Umweltstandards in rund 800 Fabriken zu verbessern, erklärte Landesdirektor Tobias Becker. Sie unterstütze beispielsweise die Ausbildung staatlicher Arbeitsinspektoren sowie die Klärung industrieller Abwässer.

Künftig will die GIZ den Austausch von Erfahrungen und guten Beispielen zwischen Bangladesch, Pakistan und Kambodscha fördern. Programmdirektor Magnus Schmid, Tobias Becker und Bernhard Bleyer erörterten die Möglichkeiten einer Kooperation mit der OTH.
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