Theatergruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums führt "Der Clou" auf - Mit ganzem Einsatz bei der ...
Spannung trifft auf beste Unterhaltung

Ein Hauch Moulin Rouge, eine Prise Turnstunde: Mit "Der Clou" machten die Darsteller des Gregor-Mendel-Gymnasiums alle eine gute Figur. Bild: Hartl
Frei nach dem gleichnamigen Film von George Roy Hill mit Robert Redford und Paul Newman, hat die Theatergruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums (10. bis 12. Jahrgangsstufe) unter der Leitung von Claudia Ried eine witzig-spritzige Gaunerkomödie auf die Bühne gebracht. Vom Charme der 30er Jahre durchzogen und mit einem Schuss Moulin Rouge gewürzt, bot "Der Clou" Spannung, gute Laune und beste Unterhaltung. Das Publikum konnte dem mit einem weißen Hut bestückten, sympathischen Kleinkriminellen Johnny Hooker durchs Stück folgen, überzeugend dargestellt von David Pickel, der das Mitglied einer Mafiabande übers Ohr haut. Daraufhin lässt Mafiaboss Lonogan (Jonathan Grothaus) Hookers Komplizen Luther ermorden und trachtet nun ihm nach dem Leben.

Mit viel Charme versteht es Hooker, sich die Unterstützung des legendären Gaunerduos Henry und Sam Gondorff (Barbara Winkler und Constanze Gierl) zu sichern. Sie planen nun einen genialen Coup, um den Freund zu rächen und Lonogan um Geld und Ehre zu bringen.

Bei den Freunden der Gondorff-Brüder handelte es sich um eine Varietégruppe, angeführt von Henrys Liebster Belle (Lena Härteis) und ihrem süßen "Mädchen für Alles" Louis (Quirin Langer). Die Showtruppe trug wesentlich zur lockeren Atmosphäre im düsteren Gaunermilieu bei. Für die Choreographie des Tanzes zeichneten die Schülerinnen Anna-Lena Kraus, Sarah Hepp und Meike Pfeiffer verantwortlich. Letztere glänzte auch als launisches, blondes Liebchen Sam Gandorffs und Sarah Hepp verkörperte ebenso gelungen die forsche Bardame Kimberly.

In den Dialogen besonders ausdrucksstark konnten sich Antonia Schmidt als Loraine und Hanna-Miriam Patt als Inspektor Snyder - von der Regisseurin sinnigerweise mit einer Frau besetzt - vortrefflich in Szene setzen. Ein Hingucker waren auch die drei FBI-Agenten (Katharina Waal, Miriam Schrott und Franziska Neuser), die es mit Snyder und Hooker verstanden, durch vollen Körpereinsatz das Bild einer Autofahrt auf zwei Holzkästen zu vermitteln.

Johanna Mehringer schlüpfte gleich in zwei Rollen: Die des Charles Madock und des Mordopfers Luther. Außerdem spielte sie in den Umbauphasen Klavier. Berta Depperschmidt mimte die eiskalte Auftragskillerin Loretta Salino, Katharina Knab verkörperte die Bardame Janet und Alexandra Jehlicka trat gar als muskelbepackte und findige rechte Hand Lonogans auf.
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