Tiefe Betroffenheit

Im Gespräch nach jedem Film war die tiefe Betroffenheit der Zuschauer zu spüren. In Nadeshda wurden man mit eigenen tiefsitzenden Stereotypen und Vorurteilen konfrontiert. "Zigeuner sind dreckig und laut, das kennen wir ja", meinte eine Frau mit selbstkritischem Unterton. Auch die Schlussbemerkung des Regisseurs von Bahar im Wunderland, der in den 80er Jahren mit der Familie aus dem Iran geflohen war, machte nachdenklich. "Die Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, haben eine höllische Angst vor uns und vor dem, was sie hier erwartet. Umgekehrt haben wir höllische Angst vor ihnen, vor dem was sie wohl mitbringen. Es geht darum, diese Angst aufzubrechen".

Dr. Reinhard Böttcher, theologischer Referent beim Evangelischen Bildungswerk, bat die Zuschauer, gemeinsam genau daran zu arbeiten. Damit wäre dem Grundanliegen der interkulturellen Woche Rechnung getragen.
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