Tora-Rollen brennen

Um 3 Uhr morgens kamen am 9. November 1938 rund 30 uniformierte SA-Leute zur Synagoge, um sie zu schänden. NSDAP-Kreisleiter Dr. Artur Kolb hätte es laut Dieter Dörner gerne gesehen, wenn das Gebäude abgebrannt wäre. Doch wegen der großen Gefahr für die benachbarten Häuser sei dies nicht geschehen. Auch von einer Sprengung nahmen die Nazis Abstand: Einer der beiden Sprengmeister sagte zu ihnen, man müsste ein Drittel der Altstadt evakuieren. Der andere gab vor, den Sprengstoff nicht zu finden. "Dies hatte später für ihn Konsequenzen."

Die SA-Leute verbrannten Tora-Rollen und jüdische Schriften. Die Behauptung der Nazis, in der Synagoge seien pornografische Schriften gefunden worden, war eine infame Lüge. (san)
Weitere Beiträge zu den Themen: Kurz notiert (401123)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.