Torjäger aus der Wüste

Noch einmal muss der ERSC Amberg in der Eishockey-Landesliga auf Reisen gehen, dann sind zumindest die Auswärtsspiele schon einmal abgehakt. Am Sonntag könnte die Truppe von Trainer Stefan Ponitz bei einem Erfolg in Passau die Black Hawks aus dem Aufstiegsrennen schießen.

Deren Chancen sind eher noch theoretischer Art. So scheint es zumindest nach dem Dämpfer, den der Ex-Oberligist mit der 2:5-Pleite in Vilshofen zuletzt erhalten hat, wobei es nach zwei Dritteln schon 5:0 für die Wölfe geheißen hatte.

Bei den Niederbayern stilisiert man die Partie gegen den ERSC nun als "Kampf um den dritten Platz", um eventuell in einer Nachrückerrolle noch unter die ersten Drei springen zu können.

Aber auch hierfür haben Pegnitz, Vilshofen, Schweinfurt, Kissingen oder Amberg bessere Karten - je nachdem, wie Letztere am Freitag Abend gegeneinander gespielt haben.

Zumindest für die Begegnung am Sonntag, 1. Februar, um 18.30 Uhr gegen die Löwen spricht einiges aber für die Black Hawks, die sich einerseits bislang als sehr heimstark erwiesen und zudem den Vorteil haben, ausgeruht ins Spiel gehen zu können.

Lediglich Freising und Schweinfurt konnten aus dem "Hexenkessel Passau" bislang die Punkte mitnehmen und zuletzt wurde Trostberg mit einer 13:2-Packung nach Hause geschickt. Weil die Chiefs nur einen Minikader aufbieten konnten und auch noch 62 Strafminuten (!) kassierten, relativiert sich das hohe Ergebnis aber ein wenig. Die Drei-Flüsse-Städter hatten vor der Saison einen personellen Aderlass zum Rivalen nach Vilshofen zu verkraften, wohin mit Gomov, Toth und Riebel drei wichtige Stürmer wechselten. Die Durchschlagskraft im Angriff der Mannschaft von Coach Sebastiano Lo Castro, der jahrelang Nachwuchsteams des Augsburger EV betreute, ist aber mit bislang 135 erzielten Treffern immer noch überdurchschnittlich, nicht zuletzt auch durch den slowenischen Internationalen Rok Jakopic, der vergangenes Jahr noch in den Emiraten (!) auf Torejagd ging - sozusagen ein Topscorer, der aus der Wüste kam.

Dazu wissen auch Offensivkräfte wie Tim Hirtreiter, Daniel Huber, Jürgen Lederer oder Waldemar Detterer ganz genau, wo das gegnerische Tor steht.

Auf Seiten des ERSC Amberg kann Trainer Stefan Ponitz wieder mit Darnell Pruett nach dessen Sperre planen. Ansonsten wird vieles davon abhängen, wie die Mannschaft die Fahrt und das schwere Spiel in Bad Kissingen verarbeiten hat.
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