Tormaschine in Traßlberg

Acht Spieltage, fünf verschiedene Tabellenführer - so ausgeglichen ist die Lage an der Front der Kreisliga Süd. Jeder kann jeden schlagen. Da stellt sich nur die Frage: Wer thront nach Runde neun ganz oben?

Germania Amberg, SSV Paulsdorf, Inter Bergsteig Amberg, TuS Kastl, TuS/WE Hirschau und wieder TuS Kastl - das sind die bisherigen Spitzenreiter. Die Aussichten für die Elf vom Mennersberg, etwas länger als nur einen Spieltag vorne zu bleiben, sind gut gegen den Aufsteiger aus Königstein.

SSV Paulsdorf       TuS/WE Hirschau
(ac) Bis Sonntag zierte die Überraschungsmannschaft von Trainer Jörg Gottfried sogar die Tabellenspitze, musste diese aber durch die Heimniederlage gegen den TuS Kastl wieder abgeben. Die Hirschauer sind ausgeglichen besetzt und bilden durch einen kontinuierlichen Aufbau eine homogene Einheit. Der SSV Paulsdorf zeigte beim Gastspiel in Schmidmühlen wieder Licht und Schatten und ließ sich nach einer ansehnlichen ersten Halbzeit von der Hektik der Heimmannschaft anstecken, so das der eigentlich verdiente Erfolg nicht gelang. Gegen die Hirschauer wird man schon etwas konzentrierter zu Werke gehen müssen, sollen die Punkte in Paulsdorf bleiben. Der Verlierer der Begegnung wird sich bei der Ausgeglichenheit der Liga in der Tabelle weiter hinten einreihen müssen.

SVL Traßlberg       ASV Haselmühl
(degr) Nach der bitteren Pleite im Derby beim TuS Rosenberg muss Traßlberg der Realität ins Auge blicken. Es wird diese Saison nicht so laufen, wie es sich die Verantwortlichen und Fans erhofft hatten. Ausgerechnet jetzt kommt der bärenstarke Aufsteiger aus Haselmühl, und der ist seit drei Spielen ungeschlagen. Dessen Torfabrik Matthias Schmidt trifft fast in jedem Spiel und zeigte vor Jahren schon einmal, wie man in einer Kreisliga 25 Saisontore macht. In seiner dritten ASV-Saison hat Trainer Oliver Eckl ein schlagkräftiges Team aufgebaut. Bei einer weiteren Niederlage des SVL sind die Ziele dieses Jahr deutlich zurückzuschrauben. Jetzt kann Trainer Ilker Caliskan nur noch an die Spieler appellieren, wieder eine Schippe draufzulegen, einige Stammspieler sind weit von Ihrer Bestform entfernt. Vermisst wird, dass sich die Spieler gegenseitig helfen, gerade dann, wenn es nicht so läuft. Harry Gittel wurde durch ein Foul in Rosenberg verletzt und fällt mit Knöchelverletzung einige Zeit aus, Torwart Sebastian Moser befindet sich im Urlaub, für ihn wird Michael Birkl das Tor hüten. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jose Sanchez, der an einer Knöchelverletzung laboriert.

Inter Amberg       TuS Rosenberg
Inter hat wieder eine englische Woche hinter sich. Nach dem Pokalspiel in Auerbach müssen nun alle Kräfte gesammelt werden, um in der Liga wieder erfolgreich zu sein. Nach zwei Niederlagen in Folge ist es nun richtungsweisend, was das Inter-Team macht. Zudem muss Wille und Kampfgeist mit auf den Platz. Rosenberg konnte am vergangenen Wochenende einen Dreier gegen Traßlberg einfahren. Für die Gäste war es der erste Sieg der Saison - ein Grund mehr, motiviert zu sein. Die Inter-Truppe darf Rosenberg auf keinen Fall unterschätzen. Das könnte fatale Folgen haben. Das Spiel wird am Samstag, 12. September, auf der Pater-Karl-Küting-Sportanlage bereits um15.30 Uhr angepfiffen.

FC Edelsfeld       SV Schmidmühlen
(bkn) Nach dem Achtungserfolg vom vorigen Spieltag als man den Favoriten Raigering an den Rande einer Niederlage drängte, gilt es nun für den FC Edelsfeld gegen Schmidmühlen nachzulegen. Die Gäste haben wie die Hahnenkamm-Elf mit einer Sturmflaute zu kämpfen, was sich am Tabellenstand der beiden Teams widerspiegelt. Der FCE muss in jedem Fall mit der gleichen Moral wie im letzten Spiel zu Werke gehen, denn die bisherigen Partien haben gezeigt, dass sich Schmidmühlen auf fremden Plätzen wohler fühlt als zu Hause. Da für beide Mannschaften nur der Dreier zählt, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verpassen, darf ein hartumkämpftes Spiel erwartet werden. Zur großen Herausforderung beim Gastgeber wird die Frage, wer den gesperrten Daniel Pirner in der Defensive ersetzt.

TuS Kastl       TSV Königstein
(hon) Kastl hat sich im Spitzenspiel in Hirschau mit einem 2:1-Sieg den Platz an der Sonne zurück erkämpfen. Bei der Mennersberg-Elf zeigt die Formkurve langsam nach oben, da sich die Personalsituation in Kastl allmählich normalisiert und wöchentlich Stammspieler zurück in den Kader kehren. Gegen den guten Aufsteiger aus Königstein, den man auf keinen Fall unterschätzen darf, können die Verantwortlichen um Trainer Thomas Mayer bis auf die Langzeitverletzten und den sich auf Studienreise befindlichen Johannes Kölbl nahezu aus dem Vollem schöpfen. Bei der Mannschaft der Gäste um Spielertrainer Christian Ringler lief es zuletzt recht gut, doch dann kamen sie zu Hause gegen Germania Amberg mit 1:7 unter die Räder. Die Gäste hoffen, dass Torjäger Thomas Scheidler und andere verletzte Spieler wieder fit werden und ins Spielgeschehen eingreifen können.

SV Raigering       DJK Utzenhofen
(gth) Mit einem Sieg beim FC Edelsfeld hätte die Tabellenführung gewunken. Doch im Nachhinein muss der SV Raigering glücklich sein, dass er überhaupt einen Punkt am Hahnenkamm holen konnte. Cheftrainer Martin Kratzer sah die bislang schwächste Vorstellung seiner Mannen. "Mehr als dieses Unentschieden wäre nicht verdient gewesen". Trotzdem lobte der Übungsleiter der "Panduren" sein Team. Es habe sich "läuferisch und kämpferisch reingeschmissen" und damit sich eine Siegeschance gewahrt. Eine Erkenntnis nimmt Martin Kratzer aus dem Edelsfeld-Spiel auch wieder mit. Die SVR-Elf ist noch nicht soweit, herausgespielte Chancen eiskalt zu nutzen, um somit ein Spiel frühzeitig zu entscheiden. Wie wichtig der Zähler aber war, sieht man anhand der Tabellenkonstellation und mit Blick auf das folgende Programm. "Die nächsten vier Spiele werden zeigen, wohin der Weg des SVR führt", stimmt Martin Kratzer schon mal auf den Herbst der Vorentscheidungen ein. Am Samstag (16 Uhr) ist die DJK Utzenhofen im Pandurenpark zu Gast. Die Gäste haben sich selbstbewusst zum Meisterschaftsfavoriten erklärt. Und trotz dreier Unentschieden liegt die Elf aus dem Lauterachtal mit 12 Punkten gut im Soll und damit auf Schlaghöhe der "Panduren".

Loderhof/Sulzbach       DJK Ursensollen
(bt) Nach der Devise, der Knoten muss endlich platzen, wird der SV Loderhof/Sulzbach versuchen, gegen die DJK Ursensollen zu punkten. Vom Tabellenplatz her gehen die Gäste als Favorit ins Spiel. Den Hausherren könnte aber die Spielpause am vergangenen Wochenende zugute kommen, in denen die Spieler Kräfte sammeln konnten. Am kämpferischen Einsatz mangelte es bisher nicht, dazu müssten aber auch die wenigen Torchancen erfolgreich genutzt werden, um endlich als Sieger vom Platz gehen zu können.
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