Torpremiere beim Debüt

Leichte Beute war der EHC Regensburg für die Amberger Löwen (dunkle Trikots) im Testspiel am Freitagabend. Auch wenn der ERSC die Scheibe nicht immer flüssig laufen ließ und die Chancenverwertung nicht optimal war, gelang ein 10:3-Sieg gegen den Bezirksligisten. Bild: brü

Dicke Überraschungen bringen die beiden letzten Vorbereitungsspiele des ERSC Amberg nicht. Völlig neue Erkenntnisse auch nicht. Aber einen neuen Spieler. Und der hat gleich seinen großen Auftritt.

Recht einseitig verlief die Begegnung mit dem Bezirksligisten EHC Regensburg. Auch ohne die Leistungsträger wie Sebastian Aukofer, Florian Bartels und Boris Flamik setzte der Eishockey-Landesligist die Gäste von Beginn an schwer unter Druck. Denen fehlten die Mittel, um die Löwen ernsthaft zu fordern. Etwas kritisch dürfte ERSC-Trainer Stefan Ponitz aber die Chancenverwertung seiner Mannschaft zur Kenntnis genommen haben. Wohl auch, weil man die Scheibe nicht flüssig laufen ließ und das Einzelspiel übertrieb. So reichten aber drei konzentrierte Minuten zu einer 3:0-Führung.

Vier Treffer in fünf Minuten

Die eigene Überlegenheit und der geringe Widerstand des Gegners hatten die Löwen zu Beginn des Mittelabschnittes richtiggehend "eingelullt". Der Anschlusstreffer der Spiders weckte dann aber die Lebensgeister der Gastgeber, die in fünf Minuten vier Treffer folgen ließen und jetzt auch deutlich mehr und mannschaftsdienlicher kombinierten. Die beiden folgenden Gegentore entsprangen Unterzahlsituationen.

Das Schlussdrittel eröffnete Christoph Schönberger nach 13 Sekunden mit dem 8:3. Torhüter Oliver Engmann erlebte einen weitgehend entspannten Abschnitt, während es vor ihm noch etwas hitzig wurde. Ambergs Philipp Dürr und Regensburgs Dominic Burkert durften sich dann jeweils mit einer Spieldauerstrafe unter der Dusche beruhigen. Das Tor des Abends fiel in ERSC-Unterzahl, wurde mustergültig von Matti Swadzba vorbereitet und sehenswert abgeschlossen von Nachwuchsspieler Daniel Troglauer. Den Puck zu seinem ersten Treffer in der Herrenmannschaft behielt der 17-Jährige natürlich gleich. Den Schlusspunkt zum 10:3 setzte Daniel Krieger, der ebenso wie Schönberger einen Dreierpack schnürte. Personell sah es am Sonntag gegen den EV Pegnitz zumindest am Anfang besser aus, auch wenn Bartels und Flamik fehlten. Im Laufe der Begegnung fielen dann aber noch Gäck (Rückenprobleme) und Rybka (Gesichtsverletzung) aus.

Zu viele Scheibenverluste

Der Bayernligist hatte die größeren Spielanteile, wobei sich beide Teams fünf Tage vor dem Punktspielstart spürbar zurückhielten. Die Löwen zeigten wieder gute Ansätze, aber zu viele unbedrängte Scheibenverluste verwischten etwas den Gesamteindruck. Bei den Gegentoren fehlten teilweise die Konzentration und Konsequenz, denn beim 0:1 und 0:2 schalteten die Gäste schneller und netzten die Abpraller ein. Das 0:3 resultierte aus einem Powerplay der IceDogs. Im Schlussdrittel häuften sich die Gelegenheiten für den ERSC, aber außer dem 1:4 durch Michael Augsberger gab es keine Resultatsverbesserung. In den Schlussminuten gab Trainer Stefan Ponitz dem 16-jährigen Torhüter Tim Biermann die Gelegenheit zu dessen Debüt. Der musste dann 39 Sekunden vor dem Ende noch das 1:5 hinnehmen.
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