Trainer legt Amt nieder - Respekt vor Entscheidung
Markus Kipry tritt in Gebenbach zurück

Das TR auf der Hose steht für Trainer, aber Markus Kipry (Bild) ist es nicht mehr. Bild: ref
Am Samstag nach dem Unentschieden gegen den SV Mitterteich hat er gegenüber Sportvorstand Franz Wittich seinen Rücktritt erklärt, am Sonntag hat er die maßgeblichen Funktionäre der DJK Gebenbach informiert und am Dienstag die Mannschaft: Markus Kipry legt sein Amt als Trainer des Landesligisten nieder. "Das ist eine Entscheidung, die mir sehr schwer gefallen ist. Denn seit ich in Bayern bin, seit zehn Jahren, bin ich bei der DJK Gebenbach. Als Spieler und als Trainer", erklärt Kipry. Franz Wittich habe ihn zwar gebeten, den Schritt nochmals zu überdenken, aber auch nach einer Nacht darüber schlafen sei sein Entschluss festgestanden. Der 41-Jährige gab damit nicht nur das Traineramt auf, sondern auch den Posten als 3. Vorsitzender der DJK. "Damit will ich dem Verein und der Mannschaft die Möglichkeit geben, sich neu zu orientieren."

Das sei nötig, denn offensichtlich habe er - weil Kipry seit zehn Jahren bei der DJK Gebenbach aktiv ist - nicht den nötigen Abstand zur Mannschaft, der eigentlich erforderlich sei in dieser Liga. "Jetzt muss einer kommen, und sie wachrütteln", sagte Kipry. Die DJK Gebenbach war als Aufsteiger äußerst erfolgreich in die Landesliga-Saison gestartet, hatte zunächst einen Sieg nach dem anderen eingefahren - und das entpuppte sich im Nachhinein als fatal. Denn: "Etliche Spieler haben geglaubt: Landesliga, das ist ja gar nicht so schwer." Als dann die ersten Rückschläge kamen, wusste die Mannschaft nicht, wie sie damit umgehen sollte. "Ich kann nur hoffen, dass die Spieler neue Impulse bekommen und in der nächsten Saison neu starten können. Denn dass sie in dieser Liga mithalten können, haben sie ja gezeigt."

In den letzten beiden Begegnungen dieses Jahres wird Co-Trainer Jens Matthies - der sich zusammen mit Kipry die Aufgabe geteilt hat - den Posten als verantwortlicher Coach übernehmen. Kipry wird in der Winterpause "jetzt ganz gemütlich und entspannt" die Trainerausbildung zur Fußball-B-Lizenz angehen.

"Wir verneigen uns vor Ehrfurcht vor seiner Entscheidung, aber wir müssen sie akzeptieren. Er ist ein Top-Mann", lobt Ludwig Birner, der Vorsitzende der DJK. "Er hat uns immer geholfen und in der Kreisliga zweimal vor dem Abstieg gerettet." Nun müsse der Verein in der Winterpause einen neuen Trainer suchen, mit dem vorrangig ein Ziel erreicht werden soll: "Wir wollen unbedingt in der Landesliga bleiben."
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