Traumtor beendet Traumserie

Das war die 1:0-Führung für den FC Amberg in der 26. Minute durch Sebastian Hauck (rechts), der in eine Flanke von Kai Heimpel spritzte und im Liegen den Ball über die Linie drückte. Der Illertissener Torhüter Patrick Rösch (links) sowie die Innenverteidiger Fabian Rupp und Manuel Strahler (Mitte von links) können nicht mehr eingreifen. Bild: Ziegler

Der 12. September - für den FC Amberg ist es so etwas wie ein Freitag, der 13. Auf den Tag genau ein Jahr nach der 1:3-Heimniederlage in der Bayernliga gegen den SSV Jahn Regensburg II verliert der Regionalliga-Aufsteiger wieder ein Spiel im Stadion am Schanzl.

An diesem Samstag war es zwar ein Gegentreffer weniger, aber der reichte eben auch zum Auswärtssieg des FV Illertissen. Dieses 1:2 (1:0) kam aber nicht von ungefähr, wie Ambergs Trainer Timo Rost nach der Partie zugeben musste: "Das war die stärkste Mannschaft, die bisher hier zu Gast war. Am Ende war bei uns ein bisschen die Kraft weg, wobei ein Punkt verdient gewesen wäre."

FVI-Coach Holger Bachthaler freute sich hingegen über den ersten Auswärtssieg der Saison in der Fußball-Regionalliga Bayern: "Wir haben die entscheidenden Momente auf unsere Seite gezogen und uns endlich für einen starken Auftritt auswärts belohnt." Im Vergleich zum bitteren Pokalaus während der Woche bei Jahn Regensburg änderte Rost seine Startelf auf zwei Positionen: Thomas Schneider nahm auf der Bank Platz, Alexander Jobst fehlte verletzt. Für ihn rückte Christian Knorr auf die Rechtsverteidiger-Position, Sebastian Hauck und Sven Seitz begannen von Beginn an. Bei den Gästen vertraute Holger Bachthaler der gleichen Elf, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg II mit 2:0 gewonnen hatte.

Wie aus dem Nichts

Die Schwaben begannen dann auch druckvoll und standen sehr hoch. Der FC kam damit nicht immer so ganz zurecht, Chancen konnten sich die Gäste aber auch nicht erspielen. Amberg zeigte aber selbst auch keine wirklich durchdachten Angriffe, vor allem zu Beginn wirkten die Offensivbemühungen häufig unstrukturiert. In der 26. Minute fiel dann wie aus dem Nichts das 1:0 für die Hausherren: Nach einer Flanke von Kai Hempel aus dem Halbfeld stand Sebastian Hauck am langen Pfosten mutterseelenallein und schob ein. Amberg fand in der Folge mehr ins Spiel, aber auch die Gäste erarbeiteten sich jetzt Möglichkeiten: Marc Hämmerle verfehlte das Ziel nach einer Direktabnahme nur um Zentimeter (28.), danach parierte Matthias Götz zweimal stark bei einem Kopfball von Andreas Hindelang (33.) und einem weiteren Volleyschuss von Marc Hämmerle (36.). Weil auch Marco Wiedmann kurz vor dem Halbzeitpfiff mit einem Weitschuss am stark reagierenden FVI-Schlussmann Patrick Rösch scheiterte (45.), ging es mit einer letztlich doch etwas schmeichelhaften Führung für die Rost-Elf in die Kabine.

Der FVI begann auch die zweite Hälfte aktiver und hatte durch Ardian Morina aus spitzem Winkel die erste Chance (50.). Kurz darauf belohnten sich die Gäste für ihren Aufwand, als sich Morina über den Flügel bis in die Mitte durchtankte und den mitgelaufenen Marc Hämmerle bediente (58.). Die Amberger Defensive hatte da nicht ihren besten Moment, ärgerte sich Timo Rost: "Da stellen wir uns einfach dumm an." Nichts zu machen gab's dann aber kurz darauf bei einem Traumtor: Nach einer Flanke stoppte sich Sebastian Schaller den Ball per Brust und vollendete mit einem wunderschönen Fallrückzieher zur Gästeführung (73.).

Götz pariert Elfmeter

Amberg warf jetzt alles nach vorn und bekam seine Chancen, aber erst scheiterte Michael Dietl am herausstürzenden Rösch (77.), und auch Kai Hempel verfehlte das Tor im Fallen nur knapp (84.). Nach einem Foul von Michael Plänitz im Amberger Strafraum verpasste Illertissen die vorzeitige Entscheidung, als Matthias Götz den schwach getretenen Elfmeter von Marc Hämmerle parierte.

Und so stand am Ende die erste Heimniederlage des FC Amberg seit einer gefühlten Ewigkeit - ein Unentschieden wäre am Ende zwar auch in Ordnung gewesen, aber gänzlich unverdient war der Illertissener Sieg eben auch nicht. Denn der FVI war bisher das Team, das den FCA in dieser Spielzeit vor heimischer Kulisse am stärksten beschäftigte und über weite Strecken auch das Spiel dominierte.
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