Trend zum Mini-Einsatz

Karl Diepold (Mitte) wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbands Oberpfalz und Kreisbrandrat Fredi Weiß (links) zum oberpfalzweit zuständigen Fachbereichsleiter für vorbeugenden Brandschutz ernannt. Stadtbrandrat Bernhard Strobl gratulierte. Bild: gf

Weniger Großbrände, dafür mehr technische Hilfeleistungen - so fällt die Bilanz der Amberger Feuerwehr für 2014 aus. Derzeit bereitet sich das Team um Stadtbrandrat Bernhard Strobl auf einen besonderen Einsatz vor.

Das Wachfest steht vor der Tür. Und im 150. Jahr des Bestehens soll es ein außergewöhnliches werden. Am Sonntag, 3. Mai, herrscht in der Feuerwache Festbetrieb. Bereits am Vortag lädt die Feuerwehr ab 10 Uhr zur Festbierprobe auf den Marktplatz. Am Mittwoch, 6. Mai, öffnet um 19 Uhr eine Ausstellung im Stadtarchiv mit Feuerwehrbriefmarken und am Freitag, 15., und Samstag, 16. Mai, geht es um das Bundesleistungsabzeichen.

2014 sei ereignisreich gewesen, blickte Strobl bei der Mitgliederversammlung zurück. Positiv sehe er die geringere Zahl schwerer Brände, was er dem vermehrten Einbau von Rauchmeldern zuordne. Angestiegen sei jedoch die Zahl der Wohnungsöffnungen. Der Fuhrpark sei 2014 nicht erweitert worden, dafür seien alle Amberger Feuerwehren nun mit neuen Schutzjacken ausgestattet. Ein neuer dreiachsiger Wechsellader mit Abrollbehälter Gefahrgut stehe vor der Ausschreibung. Dank der neuen Zuschussrichtlinien könne mit einer Förderung von 80 000 Euro gerechnet werden. Intensiv befasse sich die Feuerwehr mit dem neuen Digitalfunk, dessen Probebetrieb noch bis Jahresende laufe.

Weiter rund um die Uhr

Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Wache müsse in Angriff genommen werden, erste Mittel habe der Stadtrat bewilligt. Auch der Erhalt der Planstelle für den achten hauptamtlichen Mitarbeiter bei der Feuerwehr sei gesichert. Fest angestellt werde David Ströhl, zu dessen Hauptaufgaben künftig die Sanierung der Wache zähle. Strobl betonte, dass auch künftig die Zentrale der Feuerwache rund um die Uhr besetzt bleibe, eventuell könnten zur Entlastung der Hauptamtlichen auch Freiwillige eingesetzt werden. Von Personalien und Einsatzzahlen berichtete Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer. Er bezifferte den Personalstand der Amberger Feuerwehr mit 120. Die Stadtteilfeuerwehren eingerechnet, stünden 270 Aktive zur Verfügung. Der Frauenanteil liege bei neun Prozent, das Durchschnittsalter bei 32 Jahren. 608 mal sei die Feuerwehr alarmiert worden. Zwei Groß- und 45 Kleinbrände hätten die Einsatzkräfte bekämpft. Der folgenschwerste Brand habe sich am 10. Dezember in der Roseggerstraße ereignet, der schwerste Unfall in Ammersricht.

Im Einklang mit der Polizei

Josef Singer, der stellvertretende Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbands, wies auf einen Besuch der CSU-Stadtratsfraktion hin, bei dem ausdrücklich auf die notwendige Sanierung der Wache hingewiesen worden sei. Besonders herausheben, so Singer, wolle er den Schmutzwasserpumpenanhänger im Wert von gut 15 000 Euro, der von der Firma Winter-Pumpen spendiert worden sei. Guten Anklang habe eine Besprechung mit der Polizei gefunden, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden solle. Kritik sei nicht erforderlich, betonte dann auch Polizeidirektor Robert Hausmann. Besser könne die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr nicht laufen.
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