Trockenheit bekommt Zecken nicht so gut

Die gehäufte Zahl der akuten Neuro-Borreliose-Fälle am Klinikum begründet Dr. Roland Brey, Leiter des Gesundheitsamtes, damit, dass die Ärzte in Bezug auf diese Erkrankung sensibler werden und die Diagnostik immer besser und wesentlich intensiver wird. Die andauernde Hitze als Erklärung für die Neuro-Borreliose hält er für unwahrscheinlich, "da Zecken eher feucht-warmes Klima bevorzugen und bei Trockenheit absterben".

Laut Gesundheitsamt wurden für Amberg und den Landkreis im vergangenen Jahr 37 Borreliose-Erkrankungen gemeldet. Heuer sind es bislang (Stand 12. August) bereits 51, darunter aber (bis auf die drei bestätigten Fälle am Klinikum) noch kein Fall von Neuro-Borreliose. "Natürlich darf man im Zusammenhang mit Zecken FSME nicht vergessen", so Brey. "In unserer Region liegen wir, bezogen auf die Einwohnerzahl, bundesweit an der Spitze, was diese Erkrankung betrifft."

Im Gegensatz zur Borreliose gibt es seinen Worten nach bei FSME keine spezifischen Behandlungsmöglichkeiten. Besonders wichtig sei deshalb, dass sich Menschen in Risikogebieten - wie hier bei uns - impfen lassen, um sich so zu schützen." 2014 wurden laut Brey dem Gesundheitsamt zwölf Fälle von FSME gemeldet, heuer sind es bisher fünf. Zum Schutz vor Zecken empfehlen Experten geschlossene Kleidung und hohe Schuhe, am besten Stiefel, raten die Experten.

Auch sogenannte Repellentien, insektenabweisende Mittel, die in jeder Apotheke erhältlich sind, können hilfreich sein. Besonders wichtig sei es nach jedem Aufenthalt im Freien, auf Wiesen oder an Waldrändern, wo sich Zecken sehr gerne aufhalten, die Haut gründlich abzusuchen, damit die Zecke möglichst schnell entfernt werden kann.
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