Trotzreaktion der Amberger Handballerinnen
Das richtige Gefühl

Katja Deml. Bild: Ziegler
Einen Überraschungssieg der Amberger Handballerinnen in der Bezirksoberliga gegen Spitzenreiter HC Forchheim hatten vor dem Anpfiff nur wenige auf dem Zettel. Denn der Aufstiegsfavorit kam mit einer weißen Weste (8:0 Punkte) und dem beeindruckenden Torverhältnis von plus 41 nach nur vier absolvierten Partien. HG-Trainer Martin Feldbauer hatte jedoch ein anderes Gefühl und sollte recht behalten: Sein Team gewann mit 24:23 (15:14).

Der Coach hatte nach der unglücklichen 20:21-Auswärtsniederlage in Röthenbach auf eine Trotzreaktion seines Teams gehofft, obwohl mit Torhüterin Kerstin Hübner, Julia Engel sowie den Langzeitverletzten Franzi Karl und Tina Lösch vier wichtige Spielerinnen nicht zur Verfügung standen. Nach einer etwas verschlafenen Anfangsphase (2:4) fingen sich die Gastgeberinnen. Die Abwehr agierte hervorragend und machte den Oberfränkinnen das Leben sehr schwer.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gastgeberinnen, angeführt von der überragenden Katja Deml (zehn Feldtore), wieder etwas ab. Das 23:20 kurz vor dem Ende hätte die Vorentscheidung sein müssen, doch die HG verpasste es, den Sack zuzumachen. Einige Fehlwürfe versetzten Forchheim in die Lage, rund eine Minute vor Ultimo sogar noch auszugleichen.

Aber Katja Deml traf zur erneuten Führung und die Abwehr verhinderte mit vereinten Kräften eine gute Torchance des HC. Den abschließenden direkten Freiwurf konnte Forchheim nicht verwandeln und so feierte Amberg den knappen Sieg. Das Trainergespann Martin Feldbauer/Rico Winkelmann lobte das dezimierte Team in den höchsten Tönen, das sich selbst für eine tolle Partie belohnt hatte und auf Rang fünf verbesserte.

HG Amberg: Tor: Schobert; Feld: Deml (13/3), Behringer (4/4), Frisch (3), Engelbrecht (2), Maget, Pohl (je 1), Aygün, Beer, Hillen.
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