Trügerischer Blick auf die Tabelle

Wenn der TuS Rosenberg (vorne Christoph Wuttig) kommt, heißt es für die gegnerische Viererkette: Ganz eng zusammenrücken und ja nichts durchlassen. Bild: Ziegler

Erster gegen Zehnter, zwölf Punkte Unterschied nach neun Spielen: Von der Papierform her spricht alles für den TuS Rosenberg in der Partie gegen den SC Germania Amberg. Doch der ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen, gewann zuletzt dreimal in Folge - mit 13:0 Treffern.

(frü) Sechs Zähler Vorsprung hat der TuS Rosenberg auf den Tabellenzweiten TuS Kastl. Sechs Punkte sind es in der Fußball-Kreisliga Süd auch von Rang zwei bis Platz elf. Mit einem Sieg können gleich zwei, drei Plätze gut gemacht werden, bei einer Niederlage geht es ebenso schnell in die andere Richtung. Wie schnell zeigte sich bei der Sportgerichtswertung gegen den SVL Traßlberg, der gleich fünf Plätze nach hinten rutschte.

Inter Bergsteig       SV Loderhof
Der Saisonverlauf der Sulzbacher ist - genauso wie bei den Gastgebern - bisher durchwachsen. Den Titelaspiranten Rosenberg, Freudenberg und Kastl bot der SV Loderhof/Sulzbach Paroli, doch gegen vermeintlich weniger starke Mannschaften wurden Punkte gelassen. Den Ambergern liegt die unglückliche 2:3-Niederlage vom vergangenen Wochenende in Utzenhofen noch schwer im Magen. Mit einem Sieg hätte sich die Bergsteig-Elf auf den siebten Platz mit gleicher Punktzahl wie Utzenhofen und Paulsdorf katapultieren können. Nach der Niederlage ist es jetzt nur Rang elf. Auch deshalb möchte der SV Inter die Punkte gegen Loderhof unbedingt behalten. Doch auch diesmal plagen Trainer Andreas Scheler Personalsorgen. Dominik Wladarsch fällt länger aus, Granit Sejdiu fehlt diesmal (berufliche Gründe) und hinter den Einsätzen von Albert Sejdiu, Tobias Götz, Alexander Becker und Clarence Kern stehen noch Fragezeichen. Durch die Ausfälle in der ersten Mannschaft haben die jungen Nachrücker die Möglichkeit, sich zu etablieren. Bester Beweis dafür ist Marcel Forster, der sich mit Willen und Leistungsbereitschaft in die erste Mannschaft gekämpft hat.

DJK Ursensollen       FC Luhe-Markt
(mdl) Durchatmen bei der DJK Ursensollen nach dem Sieg in Schmidmühlen. Nach drei teils unglücklichen Niederlagen in Folge hatte es den Anschein, als ob man das Siegen verlernt gehabt hätte. Auch gegen die Elf aus dem Vilstal hätte sich die Steinl-Elf trotz klarer Dominanz fast noch um die verdienten Punkte gebracht. Nun gilt es, gegen den FC Luhe-Markt die dürftige Heimbilanz etwas aufzubessern. Mit Ausnahme eines Heimsieges holte die DJK Ursensollen alle Punkte auswärts. Zuhause am Rängberg hagelte es dagegen empfindliche Niederlagen, eine Tordifferenz von 4:12 spricht nicht gerade für Heimstärke. Mit dem FC Luhe-Markt kommt nun ein Gegner, der in Ursensollen bis dato völlig unbekannt ist. Drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten lautet dennoch die Zielvorgabe. Unterschätzen sollte man die Gäste aufgrund ihres Tabellenstands jedoch nicht, denn am vergangenen Wochenende knöpften sie den hoch gehandelten Freudenbergern zu Hause ein 2:2-Unentschieden ab.

SV Freudenberg       DJK Utzenhofen
(nß) Um weiter Anschluss an die Tabellenspitze halten zu können, muss der SV Freudenberg sein erstes von zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen gewinnen. Dieses Unterfangen wird aber alles andere als leicht. Die Heimmannschaft zeigte sich im bisherigen Saisonverlauf viel zu wechselhaft, um den selbst gestellten Vorgaben gerecht zu werden. Gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner wie vergangene Woche beim FC Luhe-Markt klaffen Anspruch und Wirklichkeit zum Teil weit auseinander. Die Mannschaft geht nicht mit der nötigen Einstellung ins Spiel, zeigt sich viel zu unkonzentriert und baut so die Gegner auf. Sollte sich dies in den kommenden Begegnungen gegen Gegner aus dem vorderen Tabellendrittel nicht ändern, sieht die Zukunft nicht rosig aus. Auch wenn zuletzt mit Piehler, Högl und Pongratz drei Spieler fehlten, kann das bei dem breiten Kader nicht als Entschuldigung gelten.

Utzenhofen, das nur einen Punkt hinter dem SVF liegt, ist nach einem holprigen Start in den vergangenen Wochen gut in Schwung gekommen und möchte den Aufwärtstrend natürlich fortsetzen. Ihre Stärken haben die Gäste in der Offensive, so dass die nicht immer sattelfeste Freudenberger Abwehr gefordert sein wird. Die Begegnungen zwischen beiden Teams waren stets hart umkämpft, so dass auch dieses Mal eine spannende Partie zu erwarten ist (Reserven 13.15 Uhr).

TSG Weiherhammer       FC Edelsfeld
(hfz) "Die Leistung beim Tabellenneunten Loderhof war wieder ein Schritt nach vorne", sagt TSG-Trainer Tobias Heindl. "Vor dem gegnerischen Tor fehlt es uns aber noch an der notwendigen Durchschlagskraft." Da gegen den Drittletzten aus Edelsfeld bis auf Schröpf der komplette Kader zur Verfügung steht, zählen einzig und allein drei Punkte.

TuS Kastl       SSV Paulsdorf
(hon) Wieder mit dem aus dem Urlaub zurückgekehrten Spielertrainer Thomas Mayer möchte sich der TuS Kastl nach zuletzt eher durchwachsenen Spielen wieder stabilisieren. Keine leichte Aufgabe gegen den SSV Paulsdorf, der nach der Schlappe gegen Germania Amberg versuchen wird, wieder in die Spur zu kommen. Schwachpunkt der Mannschaft von SSV-Trainer Wolfgang Grünwald ist die Defensive (19 Gegentore). Das Team um Kapitän Peter Schmidl und Stürmer Mujku Ilir wird alles in die Waagschale werfen, um beim heimschwachen TuS zu punkten.

Nach der Urlaubszeit sind wieder alle Kastler an Bord. Wegen Verletzungen stehen aber hinter den Einsätzen einiger Spielern noch Fragezeichen, sicher fehlen wird nach wie vor Benedikt Berschneider. Wenn der TuS nun endlich auch zu Hause an die Leistungen der Auswärtsauftritte anknüpft, dann könnte für die Schweppermänner auch etwas Zählbares herausspringen.

Germania Amberg       TuS Rosenberg
(tre) Eine Herkulesaufgabe erwartet den SC Germania: Zu Gast ist Spitzenreiter TuS Rosenberg, der den Verfolgern schon etwas enteilt ist. Die Gäste sind in Abwehr und Angriff gleichmäßig gut besetzt. Bei den Gegentoren (10) haben die Rosenberger den Bestwert der Liga, bei den erzielten Toren (26) liegen sie an zweiter Stelle. Dafür ist hauptsächlich Marco Utz verantwortlich, der schon zehn Mal traf. Dessen Kreise gilt es einzuengen, aber damit alleine ist es sicher nicht getan. Die Gäste verfügen über einen ausgezeichneten Kader, der vor der Saison punktuell verstärkt wurde. Das angepeilte Saisonziel "vorne mitspielen" wurde bislang perfekt umgesetzt.

Aber auch die Hausherren können auf erfolgreiche Wochen zurückblicken. Die letzten drei Partien wurden allesamt gewonnen - und das sehr eindrucksvoll. 13:0 Treffer sprechen dafür, dass sich die Amberger nach dem Fehlstart endgültig gefangen haben. Es wird aber eine weitere Steigerung notwendig sein, um dem Tabellenführer Paroli bieten zu können. Sicherlich liegt die Favoritenrolle bei den Gästen, aber auch die Chance für eine Überraschung besteht. Für Ambergs Trainer Thomas Ficarra gibt es jedenfalls keine Gründe, die zuletzt erfolgreiche Truppe zu ändern. Gute Voraussetzungen also für eine spannende Begegnung.

SVL Traßlberg       SV Schmidmühlen
(ild) "Wir fangen jetzt wieder ganz von vorne an", sagte SVL-Spielertrainer Ilker Caliskan nach der Sportgerichtsentscheidung zu Wochenbeginn mit Punktabzug (2:0-Wertung für Edelsfeld statt 4:1-Sieg für SVL), Geldstrafe für den Verein - und acht Wochen Sperre für Torhüter Johannes Ritter.

Jetzt geht's an diesem Sonntag gegen den Ex-Bezirksligisten SV Schmidmühlen - und nur das zählt heute noch. Caliskans Botschaft: Ärmel hoch, Mund abgeputzt und durch. "Die ersten vier Spiele haben wir gewonnen. Mit der Wertung durch das Sportgericht haben wir auch vier verloren, dazu ein Unentschieden, das sind 13 Punkte. Also fangen wir am zehnten Spieltag wieder von vorne an", gibt Caliskan ganz klar die Richtung vor, die da lautet: "Jetzt müssen wir Zeichen setzen. Gegen Schmidmühlen und in den folgenden Spielen." Die Enttäuschung über die lange Torwartsperre sollte Motivation genug sein, um einen Ruck durch die Mannschaft gehen zu lassen. Der Trainer hofft darauf, dass nach den Wochen der Ungewissheit nun endlich wieder Ruhe bei der Mannschaft und im Umfeld einkehrt und auf dem Platz das abgerufen wird, was in der Truppe steckt. Denn von einem ist er überzeugt: "Fußballerisch brauchen wir uns in dieser Liga vor niemandem fürchten. Wir müssen auch keine Angst haben." Seine Hoffnung ruht zudem darauf, dass die Offensive sich wieder ihrer alten Stärken besinnt und das tut, wozu sie aufgestellt ist: Tore schießen. Für die Partie gegen Schmidmühlen kann Caliskan auf seinen kompletten Kader setzen, da Volker Weiß nach auskurierter Verletzung zumindest bei der ersten Mannschaft wieder das Tor hüten kann.
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