Um Kind Wunsch zu erfüllen, wird 22-Jähriger zum Dieb
Falsche Bruderliebe

Eltern kennen das: Das Kind quengelt, es will im Supermarkt etwas haben, was nicht auf der Einkaufsliste steht. Gut, wenn man einen großen Bruder hat und der einem das Gewünschte gibt. Schlecht, wenn er es stiehlt. Ein 22-Jähriger handelte sich damit eine Anzeige plus ein Hausverbot ein.

Aber der Reihe nach: Eine fünfköpfige Familie aus Amberg besuchte am Montagnachmittag einen Verbrauchermarkt im Osten der Stadt. Der elf Jahre alte Sohn, berichtete Polizeisprecher Peter Krämer am Dienstag, bildete sich dann partout Batterien im Wert von 36 Euro ein. Den Erziehungsberechtigten war das zu viel Geld, sie gaben dem Drängen des Buben nicht nach. Da kam das älteste der drei Kinder ins Spiel, der 22-Jährige. Er habe es offensichtlich nicht übers Herz gebracht, seinem kleinen Bruder den Wunsch abzuschlagen, meinte Krämer - "aber nicht, dass er selbst seine Geldbörse aufmachte, weit gefehlt". Nach Darstellung des Polizeisprechers nahm er die Packung Batterien "und steckte sie einfach, von den Eltern unbemerkt, in die Jackentasche des Elfjährigen. Danach schickte er ihn aus dem Geschäft."

Das Treiben blieb einem Detektiv nicht verborgen: An der Kasse hielt er den Buben an und bat ihn mitsamt dem Dieb ins Büro. Hier wurden die Geschwister der herbeigerufenen Polizei übergeben, die die Strafanzeige gegen den 22-Jährigen aufnahm. Die Geschäftsleitung verbot ihm zudem, den Laden noch einmal zu betreten.
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