Unbequeme Chefs

Nach dem verpatzten Saisonstart gegen Schweinfurt sind die Blicke der Löwen (im Bild Daniel Krieger) nach vorne gerichtet. Im Heimspiel gegen den TSV Trostberg sind am Sonntag die ersten Punkte in der neuen Landesliga-Saison fällig. Bild: brü

Die Auftaktniederlage ist verdaut. Im zweiten Heimspiel der Saison in der Eishockey-Landesliga Nord/Ost ist der ERSC Amberg voll auf Sieg eingestellt - auch wenn der TSV Trostberg zur Kategorie "unangenehmer Gegner" gehört.

Beim 4:6 gegen den Ex-Oberligisten Schweinfurt sah Ambergs Trainer Stefan Ponitz sehr viel Positives, die Kritikpunkte hielten sich in Grenzen. Dennoch erwartet er am Sonntag, 19. Oktober, gegen den TSV Trostberg (18.30 Uhr) eine weitere Steigerung - und diese wäre nicht unbegründet.

Die zuletzt gesperrten Philipp Dürr und vor allem Kontingentspieler Boris Flamik sind wieder mit von der Partie und auch beim angeschlagenen Verteidiger Simon Bogner ist der Genesungsprozess fortgeschritten. Da kann man sich berechtigte Hoffnungen auf Punkte machen, nach Möglichkeit gleich die volle Anzahl. In die Verlegenheit, die Oberbayern zu unterschätzen, dürfte man im Amberger Lager nicht kommen. Zu nachdrücklich ist die Erinnerung an die 5:10-Auswärtsniederlage zu Jahresbeginn, als die Chiefs ihrem Ruf als unbequemer Gegner einmal mehr gerecht wurden.

Daran ändert auch der verpatzte Auftakt mit der 1:9-Pleite in Haßfurt nichts. Da mögen sicherlich die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten im Trostberger Freieis-Stadion, sowie die lange Anreise von über 400 Kilometern eine Rolle gespielt haben. Außerdem musste Trainer Alex Stein, auch schon beim EV Weiden tätig, auf drei gesperrte Spieler verzichten. Stein erwartet nun eine Reaktion von seiner Mannschaft und möchte so eine Einstellung wie in Haßfurt nicht mehr sehen und akzeptieren. Im Vergleich zur Vorsaison sollte der TSV durch die Verpflichtung der Routiniers Matveenko und der Piskunov-Brüdern eher noch stärker geworden sein. Ein Vorteil für den ERSC könnte sein, dass die Chiefs am Samstag bereits in Selb gefordert werden, aber Leichtsinn von Amberger Seite her ist deshalb sicher nicht angebracht.
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