Ungläubiges Staunen

Wenig Gegenwehr hatte Jürgen Zeitler im Duell mit dem Straubinger Rupert Atzberger. Der Amberger glänzte mit der Tagesbestleistung von 666 Kegel. Bild: Ziegler

FEB Amberg bleibt die Überraschungsmannschaft der Kegel-Bundesliga. Als Abstiegskandidat in die Saison gestartet, liegt das Team von Gerhard Sattich nach dem 6:2-Sieg bei Donauperle Straubing zum Abschluss der Hinrunde in ungewohnten Höhen.

Wie zuletzt gegen Bamberg gab eine tolle Moral und der Glaube an die eigene Stärke den Ausschlag für den knappen, aber vollauf verdienten Erfolg (3822:3793 Kegel) bei den hoch eingeschätzten Niederbayern. Zur Halbzeit der Saison reibt man sich nicht nur in Amberg die Augen: Nach einer phantastisch verlaufenden Vorrunde ist FEB Dritter und kann nach einer zweiwöchigen Pause in den letzten beiden Partien das i-Tüpfelchen auf das vielleicht erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte setzen.

Im Startpaar wollten die Gastgeber mit einem Kniff eine Lücke im Reglement ausnutzen und ein Aufeinandertreffen der beiden stärksten Spieler Hejhal und Zeitler vermeiden. Der Schuss ging nach hinten los, da Bernd Klein dem tschechischen Nationalspieler mit 3:1 (639:624) den fest eingeplanten Punkt entriss. Zeitler hatte leichtes Spiel mit Rupert Atzberger und brachte FEB mit 4:0 und der Tagesbestleistung von 666:602 Kegel deutlich in Front.

Die gute Ausgangsposition war im Mittelpaar aber schnell dahin. Wolfgang Häckl wurde von Jens Weinmann in der ersten Hälfte förmlich überrollt (286:354) und gleichzeitig brachte Rainer Sattich kein Bein auf den Boden und konnte gegen den schwach startenden Robin Parkan nicht bestehen. Amberg reagierte, brachte Hüttner für Sattich und der Eingewechselte machte seine Sache gut. Zwischenzeitlich schien er sogar noch das Duell für sich zu entscheiden, hatte aber am Ende mit 1:3 (583:610) das Nachsehen. Häckl erholte sich und konnte beim 1:3 (617:664) in der zweiten Hälfte zumindest etliche Kegel zurückholen. Es war offensichtlich, dass die Entscheidung über die Gesamtkegelzahl fallen würde - FEB lag mit 5 Kegel vorne.

Im Schlussdurchgang gab es zwei Duelle auf sagenhaftem Niveau. Den etwas besseren Start erwischten die Gastgeber Cosmin Craciun und Manuel Lallinger. Doch Daniel Beier und Andreas Schwaiger bissen sich in die Partie und setzten sich ab dem zweiten Satz Kegel für Kegel ab. Der Vorsprung wuchs auf 22 Holz. Die Amberger hielten den Druck hoch und etwa fünf Kugeln vor dem Ende war klar, dass Straubing nicht mehr würde herankommen können. Schwaiger siegte mit 3:1 bei persönlicher Bestleistung von 663:664, Beier entnervte den international erfahrenen Craciun beim 3:1 (654:629).
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