Unter Deutschlands Top Ten

Die Geschäftsführer Günter Brosch und Frank Gollwitzer mit Technik- und Vertriebsleiter Thomas Ernst (von links) an einem Montageautomaten. Angekündigt sind Investitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Bild: Steinbacher
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
24.02.2015
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Neues Logo und die neue Abkürzung "pia", die noch etwas schwer über die Lippen geht: Aus der IMA ist die Preh IMA Automation geworden. Das ist bei weitem nicht alles: Bald entstehen ein weiteres Bürogebäude und eine zusätzliche Produktionshalle.

"Es wird gebaut", kündigten die Geschäftsführer Günter Brosch und Frank Gollwitzer, Thomas Ernst (Leiter Technik und Vertrieb) sowie Silvia Pelikan (Marketing) am Dienstag an. Der neue Bürotrakt soll Anfang 2016 bezugsfertig sein. "Der Wald ist schon gerodet", berichtete Ernst. 2017 folgt die ebenfalls dringend benötigte nächste Fertigungshalle. Beide Vorhaben kosten laut Geschäftsführung rund sechs Millionen Euro.

Den neuen Namen trägt das Unternehmen seit dem 1. Januar. Mitte 2014 hatte der deutsch-chinesische Automobilzulieferer Preh (Bad Neustadt an der Saale) die Amberger, die bis dahin zur Feintool Holding gehörten, für rund 24 Millionen Schweizer Franken gekauft. Für Brosch und Gollwitzer genau die richtige Entscheidung: "Das passt gut zusammen." Früher waren sich die beiden Unternehmen eher fremd gewesen. "Wir sind uns zuvor im Markt kaum begegnet", verdeutlichte Günter Brosch.

Nun spricht die Geschäftsführung von der "perfekten Ergänzung" und einem Zusammenschluss, bei dem es "keinen Kannibalismus" gebe. Herausgekommen ist ein Automatisierungs-Spezialist, der nach den Worten von Marketing-Chefin Silvia Pelikan in Deutschland zu den Top Ten der Branche zählt - in den Bereichen Automobilzulieferung, Elektrotechnik, Medizin- und Pharmatechnik, Konsumgüter und Elektronik.

"Das Unternehmen lebt von den Mitarbeitern", unterstrich Thomas Ernst. "Wir wachsen an allen drei Standorten, auch personell", ließ Pelikan wissen. Preh IMA Automation habe in Amberg inzwischen 267 Mitarbeiter, 2014 seien es noch 246 gewesen. Die meisten kämen aus der Region. "Das ist auch das Ziel und unsere Philosophie", merkte Günter Brosch dazu an. Bei Fachkräften sei es heutzutage schon eine Herausforderung, Leute zu finden. "Die wachsen nicht auf den Bäumen."

Zuletzt erzielte Preh IMA nach Unternehmenangaben einen Gesamtumsatz von 84,2 Millionen Euro. Auf Amberg entfielen 43,2, auf Bad Neustadt 36, auf Ningbo in China 5 Millionen. Auch hier sehen die Verantwortlichen noch viel Luft nach oben.

Für 2017 peilen sie 100 Millionen Euro an. "Die Rahmenbedingungen sind für den Anlagen- und Maschinenbau nicht so schlecht", sagt Thomas Ernst als Mitglied der Geschäftsleitung.
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