"Unterirdisch"

Schlechter hätte das Wochenende für die Oberliga-Handballer der HG Amberg kaum laufen können. Sie selbst werden bei der 24:39-Niederlage bei der HSG Erlangen/Niederlindach fürchterlich abgewatscht, und die Ergebnisse der Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind der nächste Dämpfer.

Denn dadurch fiel die HG drei Spieltage vor dem Ende auf den letzten Tabellenplatz zurück. Dabei waren die Amberger so optimistisch in das Kräftemessen mit den Mittelfranken gegangen: Die Leistung beim 28:23-Heimsieg gegen Altdorf war vielversprechend und die vergangenen Duelle mit Erlangen/Niederlindach immer auf Augenhöhe. Doch an diesem Nachmittag brachten die Oberpfälzer keinen Fuß auf den Boden der Seebachgrundhalle in Hannberg, sondern gingen regelrecht unter. "Die Leistung war unterirdisch", kommentierte ein frustrierter HG-Coach Roland Schmid die Vorstellung seiner Truppe, "wir haben gespielt wie ein Absteiger."

Die Misere begann in der Offensive: Dort wurde der HSG-Schlussmann, obwohl der sich im kompletten Spielverlauf auf eine Standard-Bewegung festgelegt hatte, berühmt geworfen. So hatten die Gastgeber durch die zahlreichen Ballgewinne keinerlei Schwierigkeiten, ihr schnelles Spiel aufzuziehen und die Amberger Deckung schaffte es zu selten, in der Formation zu agieren.

Zur Pause hieß es bereits 17:9 für Erlangen/Niederlindach, und der Zug in Richtung Punktgewinn war abgefahren. Auch danach wollte den Ambergern kaum etwas gelingen, egal welcher Akteur auf der Platte stand. "Die Personalwechsel haben nichts gebracht", räumte Schmid ein. "Wille und Einsatzbereitschaft steckten wohl noch im Stau auf der A3." Im Angriff gelangen den Gästen zwar nach Wiederanpfiff immerhin 15 Tore, die 22 Gegentreffer waren aber indiskutabel.

Am Ende mussten die Amberger eine 24:39-Pleite quittieren und nach dem gleichzeitigen Sieg Buckenhofens über Altdorf auch noch die rote Laterne des Schlusslichts in Empfang nehmen. Nach dieser Abfuhr hat die HG nun ein spielfreies Wochenende vor sich, bevor im Heimspiel gegen Hemau/Beratzhausen ein Sieg her muss, um die Hoffnungen auf den Bezirksoberliga-Verbleib am Leben halten zu können. "Es ist noch nicht aller Tage Abend, aber wir müssen uns da um 200 Prozent steigern", blickte Schmid voraus.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer; Feld: Hirsch (6), Strasser (5), B. Schaller (3), Wagner, Ringeisen (je 2), Rohrbach (2/1), Turner, Andersch, Lulla, Sammet (je 1), Streber.
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