Unterkünfte für Flüchtlinge: Aufgabe des Staates

Dagmar Kierner sprach auch die unzähligen Flüchtlinge an, die nach Europa strömten und denen Solidarität nicht verwehrt werden dürfe. Das EU-Verteilungssystem teile Deutschland fast 9000 Migranten zu. Meist seien es junge Männer aus den gut ausgebildeten Eliten, die sich mit Hilfe von Freunden und Familie die Flucht leisten könne. Verlässliche Zahlen sprechen laut Kierner von jährlich 20 000 Fachkräften, die Afrika verlassen, um nicht für Milizen rekrutiert zu werden. Deren Familien hofften, dass es den Migranten gelinge, in Europa Arbeit zu finden und die Zurückgebliebenen finanziell unterstützen zu können. Bei allem Verständnis für die Probleme der Flüchtlinge betonte Kierner, dass das Werkvolk keine Flüchtlingsunterkünfte stellen werde. Dies sei Aufgabe des Staates. Ihre Genossenschaft sei aber durchaus bereit, denen Wohnraum anzubieten, "die hier Fuß fassen wollen, die unsere Sprache lernen wollen und die bereit sind, sich in unsere Kultur zu integrieren". Das Werkvolk habe nach 1989 Aussiedler aufgenommen und werde auch die aktuellen Neuankömmlinge willkommen heißen, versicherte Dagmar Kierner. (gf)
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.