Uralte Drucktechnik

Die Künstlerinnen aus dem Max-Reger-Gymnasium mit Schulleiter Wolfgang Wolters (links) und Seminarleiter Joachim Krieg an der museumsreifen Druckmaschine. Bild: gf

Mit Praxis-Seminaren hat schon so manche Schule von sich reden gemacht. Nun begeistern Schülerinnen des Max-Reger-Gymnasiums mit einer Kunstausstellung die Öffentlichkeit.

Das Ergebnis des Praxis-Seminars der Fachrichtung Kunst hängt im Foyer des ACC und kann sich sehen lassen. Neun Schülerinnen des Max-Reger-Gymnasiums befassten sich ein Jahr lang mit schon fast vergessenen Drucktechniken. In Zusammenarbeit mit Heiner Riepel vom Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf entstanden unter anderem Linolschnitte, Lithographien und Radierungen. Oberstudiendirektor Wolfgang Wolters betonte bei der Vernissage, dass P-Seminare immer ein Gewinn für die Schüler seien. Die Seminarteilnehmer müssten praktische Fertigkeiten beweisen, außerdem hätten sie die Möglichkeit, das Seminar von externen Partnern begleiten zu lassen. Mit der Vernissage im ACC sei ein würdiger Rahmen für den Abschluss des P-Seminars geschaffen worden. Bürgermeister Martin Preuß sagte, die Stadt sei stolz darauf, was die Schulen mit ihren P-Seminaren leisten. Die Arbeiten der Schüler dürften nicht hinter Schulmauern versteckt werden, sondern sollten von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Das eigene Ich finden

Im Namen der P-Seminar-Teilnehmer betonte Laura Fischer, dass ihnen Seminarbetreuer Joachim Krieg bei der Kreativität freien Lauf gelassen habe. Tolle Linolschnitte zum Prometheus-Gedicht seien gefertigt worden, außerdem interessante Lithographien und filigrane Kaltnadelstich-Radierungen. Vom einfachen simplen Stempel aus Holz und Moosgummi hätten sich die Seminar-Teilnehmer bis zu kunstvollen Lithographien hochgearbeitet.

"Der Halbgott Prometheus hat in seiner Welt versucht, das eigene Ich zu finden. Das kann im Fach Kunst auch jeder Einzelne erreichen", erklärte der Seminarbetreuer, Oberstudienrat Joachim Krieg. Das P-Seminar habe den Teilnehmern längst in Vergessenheit geratene Drucktechniken vermittelt. Mit großem Interesse hätten seine Schülerinnen einzigartige Werke zu den Themen Natur, Wasser, Tiere und fantastische Welten gefertigt. Die Arbeiten sind noch bis Donnerstag, 22. Januar, im Foyer des ACC zu sehen.
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