Ursula Ziegler feiert ihren 90. Geburtstag
Kleider selbst genäht

Auf den 90. Geburtstag. Bürgermeister Martin Preuß und Ursula Ziegler stießen auf den Runden an. Bild: gf
"Mir geht es schon das ganze Leben gut", sagt Ursula Ziegler, die gestern ihren 90. Geburtstag feiern konnte. Blumen von der Leitung des Seniorenheims der Diakonie und eine flauschige Kuscheldecke von Bürgermeister Martin Preuß erhielt sie zu diesem Anlass.

Zur Welt kam die Jubilarin am 22. April 1925 in Zeven - zwischen Hamburg und Bremen gelegen. Nach der Volksschule wurde sie für das "Landjahr", ein damals für Mädchen obligatorisches soziales Pflichtjahr, eingezogen. Sie konnte das im Haushalt eines durchaus begüterten Museumsdirektors ableisten. Später arbeitete sie in einem Hotel in Zeven, wo sie den Marinesoldaten Max Ziegler kennenlernte, den sie im März 1944 auch heiratete.

Ein Sohn kam zur Welt, fast zwei Jahrzehnte später auch eine Tochter und im Laufe der Jahre dann vier Enkel- und zwei Urenkelkinder. Nach Kriegsende zogen Ursula und Max Ziegler nach Schweinfurt, wo Max Ziegler bei Fichtel & Sachs als Werkmeister bis zum Renteneintritt im Jahr 1979 beschäftigt war. Ursula Ziegler versorgte Haushalt, Kinder und die Enkelkinder, deren Kleidung sie zum Teil selbst nähte. Auch wenn Arbeiten am oder im Haus zu erledigen waren, bewies Ursula Ziegler handwerkliches Talent.

Fast die ganze Welt haben Ursula und Max Ziegler bereist, vorrangig die Länder am Mittelmeer. Max Ziegler verstarb 2009, aber Ursula Ziegler blieb noch zwei Jahre in Schweinfurt, bevor sie sich zum Umzug in das Seniorenheim der Diakonie in der Hellstraße entschloss, da ihre Tochter schon länger in Amberg lebt. Bürgermeister Martin Preuß gratulierte namens der Stadt Amberg und des Oberbürgermeisters und überreichte eine Wolldecke für kältere Stunden.
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