Urteil: Drogenhändler aus den Niederlanden muss acht Jahre ins Gefängnis
Heroinlieferung nach Amberg

Nach zweitägigem Prozess hat das Landgericht Amberg einen Drogenhändler aus den Niederlanden zu acht Jahren Haft verurteilt. Dem 27-Jährigen, der aus der Türkei stammt, wurde nachgewiesen, dass er in drei Fällen jeweils ein Pfund Heroin an Rauschgiftdealer verkaufte, die im Raum Amberg ihren Wohnsitz hatten. Die vier Männer sind zwischenzeitlich abgeurteilt.

Zunächst war es in Rotterdam zu einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Türken gekommen. Danach organisierte er drei Lieferungen, zunächst nach Düsseldorf, wo ein Amberger Kurier die Heroinfracht abholte und später von der Polizei festgenommen wurde.

Die beiden weiteren Touren führten nach Amberg. Auch dort wurden jeweils 500 Gramm Heroin übergeben. Abermals lagen Fahnder auf der Lauer. Zunächst beobachteten sie das Geschehen nur. Dann aber, bei der zweiten Übergabe, schlug ein Sondereinsatzkommando zu.

Als vor eineinhalb Jahren der Prozess gegen die Amberger Heroinhändler lief, war der 27-Jährige den Behörden noch nicht ins Netz gegangen. Im Oktober 2014 aber wurde er in seiner Rotterdamer Wohnung dingfest gemacht und nach Deutschland ausgeliefert.

Im Keller des Familienvaters stellten holländische Ermittler drei Kilo Heroin sicher. Dazu, so wurde jetzt in Amberg offenkundig, ist in den Niederlanden noch nicht verhandelt worden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8668)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.