Vaterunser auf Russisch

Die Waffenruhe zwischen den prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee wird immer wieder gebrochen. Während sich im Osten die Lage immer mehr zuspitzt, spielt es in Amberg keine Rolle, aus welchem Teil der ehemaligen Sowjetunion die Gottesdienstbesucher ursprünglich kommen.

Amberg. (lev) "Die Hälfte unserer Gemeinde besteht aus Russlanddeutschen", sagte Pfarrer Roland Böhmländer. Deshalb finden im Andreas-Hügel-Haus an der Wittelsbacher Straße im D-Programm gemeinsame Gottesdienste regelmäßig statt - wie am vergangenen Sonntag. Und doch war das Treffen an Pfingsten etwas ganz Besonderes. Auf den ausliegenden Blättern fanden die Gläubigen neben den üblichen deutschen Liedern auch das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser auf Russisch. Sogar die Übersetzung der Evangeliumslesung war für alle vorhanden. In seiner Predigt rief Pfarrer Dr. Reinhard Böttcher, Aussiedler-Beauftragte des evangelisch-lutherischen Dekanats Sulzbach-Rosenberg, dazu auf, die "Russlanddeutschen so ernst zu nehmen, wie sie sind". Das Wichtigste sei zu lernen und miteinander respektvoll umzugehen. Kalinka, russlanddeutscher Chor aus Sulzbach-Rosenberg, gestaltete das Programm. "Solche Gottesdienste sind bei uns jeden Sonntag die Wirklichkeit. Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft auch so bleibt", sagte Pfarrer Roland Böhmländer.
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