Verein Bürgernothilfe öffnet am 6. März seine Pforten in der Schiffgasse
Anlaufstelle für alle Menschen

Die Räume der Bürgernothilfe in der Schiffgasse sind soweit hergerichtet, nur noch kleinere Arbeiten stehen an. Jetzt freuen sich (von links) Schriftführer Thorsten Kunstmann, Vorsitzende Gabriela Jacobsen und deren Stellvertreterin Irmgard Buschhausen. Bild: Steinbacher
Nach eineinhalbjähriger Umbauphase biegen die Verantwortlichen des Vereins Bürgernothilfe jetzt in die Zielgerade ein: Sie haben das angemietete ehemalige Notstain-Haus in der Schiffgasse soweit hergerichtet, dass sie mit ihrer Arbeit starten können. Am Freitag, 6. März, wird Einweihung gefeiert, ab Montag, 9. März, stehen dann die Türen offen für alle Menschen, die Hilfe brauchen oder nur mal auf einen Plausch vorbeischauen wollen.

Vorsitzende Gabriela Jacobsen kommt ursprünglich aus Hamburg. Schnell merkte sie, dass es Probleme nicht nur in der Großstadt gibt. "Amberg ist eine kleine, idyllische Stadt, ich hätte nie gedacht, dass hier so viele Leute so viele Probleme haben." Aus dem Freundeskreis heraus habe sich der Verein aufgestellt. "Wir wollen Menschen helfen", sagt sie über die Intention der Initiative. Ihre Stellvertreterin Irmgard Buschhausen und Schriftführer Thorsten Kunstmann nicken zustimmend.

Alle sind willkommen

Willkommen in der Schiffgasse sind alle - Alleinerziehende, die dort vielleicht mal schnell eine Tasse Kaffee trinken wollen, während der Nachwuchs in der Kinderecke spielt; Suchtkranke, die nicht wissen, wohin sie sich wenden können und sich informieren möchten, welche Hilfen es gibt. "Wir sehen uns als Mittler zu anderen", sagt Irmgard Buschhausen und betont: "Wir sind keine Konkurrenz zu bestehenden Vereinen und Angeboten, eher eine Ergänzung."

Die Bürgernothilfe möchte eine Begegnungsstätte sein, wo Alleinstehende und Einsame jemanden zum Reden finden, wo ein Formular ausgefüllt wird, wenn der Betroffene dies nicht kann, wo Bürger zu Ämter- und Behördengängen begleitet werden. "Es soll hier eine familiäre Atmosphäre sein", sagt die Vorsitzende. "Wir wollen ihnen zeigen, dass jemand da ist für ihre Sorgen und ihren Kummer", ergänzt Kunstmann.
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