Verfolgerduell mit Forchheim

Nico Becker (links) brachte mit einem Schuss von der linken Strafraumgrenze die DJK Ammerthal gegen TSV Neudrossenfeld mit 2:1 in Führung. Jetzt heißt es in Ansbach nachlegen. Bild: ref

Der zweite Spieltag der Bayernliga Nord in diesem Jahr steht an - die Generalprobe sozusagen für die SpVgg SV Weiden und den FC Amberg vor dem Spitzenspiel in einer Woche in Weiden. Vorausgesetzt, beide gewinnen und bleiben vorne.

Eine schwache zweite Halbzeit brachte Tabellenführer SpVgg SV Weiden gegen die SpVgg Ansbach beim knappen 3:2-Erfolg vor Wochenfrist fast noch in Gefahr. Einen ähnlichen Auftritt können sich die Oberpfälzer beim SV Alemannia Haibach nicht leisten.

Auch wenn die Heimbilanz der Unterfranken (je drei Siege und Niederlagen sowie fünf Remis) zeigt, dass sie auf heimischem Boden durchaus verwundbar sind, ist SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler gewarnt. Schon im Hinspiel musste sich seine Mannschaft gegen einen starken Gegner mächtig strecken, um als Sieger (2:0) den Platz zu verlassen. Damals erlöste Stefan Graf mit seinen beiden Toren in der Schlussphase Kollegen und Trainer.

Auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters lauert Verfolger FC Amberg. Die Truppe von Trainer Timo Rost leistete beim FSV Erlangen-Bruck Schwerstarbeit, um sich mit einem knappen 1:0-Sieg alle Chancen auf die Meisterschaft zu wahren. Nun wartet mit der SpVgg Jahn Forchheim ein direkter Konkurrent um den Aufstieg.

Die Hausherren werden erneut an ihre Grenzen gehen müssen, um die auswärts erst einmal geschlagenen Mittelfranken zu besiegen. Im Titelrennen kann sich kein Team eine Niederlage leisten. Die Zuschauer kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten. Das Hinspiel gewann Forchheim knapp mit 3:2, wobei der Siegtreffer durch Dominik Zametzer erst in der 90. Minute fiel.

Kleiner Schritt

Am anderen Ende der Tabelle schöpft die auf einem Relegationsplatz liegende DJK Ammerthal nach dem 3:1-Sieg über Neudrossenfeld neue Hoffnung - nach einer eher schlechten ersten Hälfte folgte eine deutlich bessere zweite. "Irgendwie hat es in der Kabine geschnackelt. Den Jungs ist offenbar bewusst geworden, was Abstiegskampf bedeutet", freute sich Sportlicher Leiter Tobias Rösl. Und die weitere Erkenntnis: "Es ist nicht viel passiert. Es war ein erster kleiner Schritt."

Nun steht bei der SpVgg Ansbach eine richtungsweisende Begegnung auf dem Programm. Beide Kontrahenten kämpfen um den Klassenerhalt, können sich eine Niederlage einfach nicht leisten. Auf die Truppe von DJK-Trainer Markus Mühling wartet Abstiegskampf pur. Nur der Sieger hält Anschluss an den gesicherten Rang 13, der zur Zeit sechs Zähler entfernt ist. Die Ansbacher bewiesen in Weiden, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist. Um sich für die 1:3-Vorrundenniederlage zu revanchieren, müssen die Oberpfälzer einen perfekten Tag erwischen.
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