Verkehrsausschuss bringt neues Jahresparkticket auf den Weg - Auf 65 Nutzer beschränkt
Gesetz grenzt die Ausnahmen ein

So wird das vom Verkehrsausschuss abgesegnete Jahresparkticket für die Innenstadt zwar nicht genau aussehen, aber auch die neue Berechtigung (im Bild die bestehende Erlaubnis für den Außenbereich) muss dann sichtbar im Fahrzeuginneren angebracht oder ausgelegt werden. Bild: Huber
Der Verkehrsausschuss hat die Einführung eines Jahresparktickets für die Innenstadt (innerhalb der Stadtmauer) einstimmig beschlossen. Der Preis für diesen Erlaubnisschein soll 300 Euro betragen. Zunächst soll die Anzahl der Tickets auf 65 begrenzt werden.

Zielgruppe für diese Neuerung sind Gewerbetreibende in der Innenstadt, für die es nach Anpassung an die aktuelle Gesetzeslage keine Möglichkeit mehr gab, eine solche Ausnahmegenehmigung zu bekommen.

Bedarf angemeldet

Nach Angaben von Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko meldet diese Gruppe aber teilweise einen Bedarf dafür an, in der Nähe ihres Geschäfts oder Büros während der Geschäftszeiten ein Fahrzeug parken zu können, um Lieferungen oder Kundenbesuche möglich zu machen. Eine Ausdehnung der Ausnahmegenehmigungen auf diese Gewerbetreibende ist rechtlich nicht mehr möglich.

Die Arbeitsgruppe "Parken in Amberg - für Jeden den richtigen Parkplatz" stellte nun als Lösung ein Jahresticket vor, das diesen Bedarf abdeckt. Die Gültigkeit sollte erst ab 10 Uhr beginnen, damit nicht für Arbeitnehmer in der Innenstadt ein Angebot geschaffen wird, das dann Parkplätze unnötig blockieren würde, die für Kunden gebraucht werden.

Höherer Preis

Eine weitere Überlegung zielte darauf ab, dass der Preis für das Dauerparkticket deutlich über den Jahrestickets für die Parkplätze liegt, die rund um die Altstadt vorhanden sind. Wer keinen Parkplatz in der Innenstadt nutzt, soll deutlich günstiger parken können. Grundsätzlich, informierte Oberbürgermeister Michael Cerny, ist das neue Ticket für jedermann zugänglich. Es unterscheidet sich aber deutlich von einem ganz normalen Parkticket, da damit nur eine bestimmte Gruppe angesprochen werden soll, die es aus beruflichen Gründen nutzt.

"Es wäre deshalb gut, wenn wir diejenigen anschreiben, die bisher eine Ausnahmegenehmigung hatten, die jetzt nicht mehr verlängert werden kann", sagte Cerny. Nach der Äußerung von verschiedenen Bedenken durch Rupert Natter (CSU), Emilie Leithäuser (FDP), Martin Seibert und Wilhelm Amann (beide SPD) stellte sich der Ausschuss hinter die Einführung des Jahresparktickets. Allerdings wird es Fahrzeug bezogen (plus ein Zweitkennzeichen) ausgegeben. Vor Ablauf der ersten Jahrestickets soll über die Erfahrungen berichtet und über das weitere Vorgehen entschieden werden.
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